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Lokalsport
Hellwache Elfen schlagen Dortmund

Leverkusen. Durch den 26:24-Erfolg beim BVB klettern die Handballerinnen auf Rang acht. Von Tobias Krell

Wer Renate Wolf kennt, weiß, dass die Trainerin von Bayers Handballerinnen ihr Team nie ohne einen Matchplan in die Partie schickt. Umso zufriedener ist die Chef-Elfe, wenn die ausgegebene Taktik so exzellent aufgeht, wie im Spiel beim Tabellenfünften Borussia Dortmund. "Wir haben uns fest vorgenommen, die Dortmunder Strategie zu knacken. Und das ist uns von Minute zu Minute besser gelungen", meinte Wolf nach dem 26:24 (13:15)-Erfolg in der Sporthalle Wellinghofen.

Weder von der lautstarken Kulisse, noch von den Paraden der Ex-Elfe Clara Woltering ließen sich die Leverkusenerinnen von ihrem Plan abbringen - und von einem Rückstand schon gar nicht. Hätten sie es im Angriff der unter Torwarttrainer Andreas Thiel einst am Rhein zur Weltklasse-Keeperin gereiften BVB-Torfrau vor der Pause nicht zu leicht gemacht, hätte der Sieg sogar noch deutlicher ausfallen können. "Sie hat überragend gehalten, aber daran hatten wir auch unseren Anteil", kritisierte der "Hexer". Er bemängelte die Wurfauswahl: Viel zu oft wurden halbhohe Würfe Wolterings leichte Beute. Besser lief es, wenn die Elfen höher oder tiefer zielten. Nationalspielerin Nadja Nadgornaja, im ersten Durchgang noch Motor beim Zwischenspurt des BVB, bekamen die Gäste nach dem Seitenwechsel besser in den Griff. Eine enge Deckung gegen die Schlüsselspielerin, eine zupackende Defensive und der starke Auftritt von Nationalspielerin Kim Naidzinavicius waren die Schlüssel beim erfolgreichen Versuch, die Partie zu drehen. Dabei glänzte das Rückraum-Ass nicht nur mit Treffern wie dem entscheidenden Tor zum 26:23 eine halbe Minute vor Abpfiff. Sie erwies sich auch als Strategin.

Durch den überraschenden Sieg haben sich die Elfen um zwei Plätze auf den achten Rang verbessert. Den hielten sie im weiteren Spielverlauf, weil nicht nur der bisherige Achte gegen den Thüringer HC verlor, sondern auch der Neunte Berlin beim Tabellenletzten Rosengarten-Buchholz patzte. Können die Leverkusenerin solche Leistungen in den verbleibenden sechs Partien häufiger abrufen, könnten plötzlich auch der Siebte Buxtehude und der Sechste Dortmund noch in Reichweite kommen. Der Spielplan hält eine anspruchsvolle Aufgabe für die Elfen bereit. Am Sonntag ist mit dem Vierten Bietigheim ein Spitzenteam zu Gast.

Elfen: Gaiovych, Fehr, Centini - Seidel (1), Braun (4), Heldmann (1), Glankovicova (1), Adams, Karolius, Naidzinavicius (9/4), Ruthenbeck, Berndt (5/2), Janouskova, Adeberg, Schilk (3), Rode (2).

Quelle: RP
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