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Handball
Hitziger Test zeigt den Klassenunterschied

Langenfeld. Drittliga-Aufsteiger SG Langenfeld besiegt den Oberliga-Neuling Mettmann-Sport mit 33:25. Dennis Werkmeister ist mit dem Auftritt seiner Mannschaft aber nicht zufrieden - der Trainer bemängelt vor allem die fehlende Disziplin. Von Fabian Schmitt

Die Verhältnisse in der Sporthalle des Konrad-Adenauer-Gymnasiums nahmen schon beinahe tropische Ausmaße an. Unter der Decke staute sich die feucht-warme Luft und selbst für den einen oder anderen Zuschauer glich der Test zwischen dem Handball-Drittligisten SG Langenfeld und dem zwei Klassen tiefer spielenden Oberligisten Mettmann-Sport einer Zerreißprobe. Bei den hohen Temperaturen lieferten sich beide Mannschaften ein hitziges Duell - am Ende gewannen die favorisierten Langenfelder mit 33:25 (15:11).

"Das Wetter war heute wirklich schlimm. Ich hatte selber auf jeden Fall richtige Probleme mit dem eigenen Kreislauf. Das Spiel war für uns eher eine Konditionseinheit und am Ende war einfach die Luft weg", sagte Jürgen Tiedermann, der das Mettmanner Team seit drei Jahren coacht und auf viele Spieler verzichten musste. Die Gäste trainierten in den vergangenen drei Wochen ohne Ball, arbeiteten nur in den Bereichen Kraft und Ausdauer. Schließlich starten sie erst in rund zwei Monaten in die neue Spielzeit, in der sie zum Auftakt am 17. September (18.30 Uhr, Herrenhauser Straße) auf den TV Lobberich treffen.

Dennis Werkmeister war hingegen von der Vorstellung seiner Mannschaft sehr enttäuscht. "Ich bin heute überhaupt nicht zufrieden", meinte der SGL-Coach. "Unser Auftreten gegenüber den Schiedsrichtern war nicht gut. Wir haben disziplinlos gespielt. Mir hat auch das Angriffsspiel nicht gefallen. Wir hätten mindestens 45 Tore werfen müssen." Vorher hatten die Langenfelder in den Übungseinheiten immer gut mitgearbeitet, sodass sie da von ihrem Trainer noch gelobt wurden.

Bereits in den ersten Spielminuten fiel die hohe Anzahl an Fouls auf. Das Schiedsrichtergespann bemühte sich, Ruhe in die Begegnung zu bringen - was aber überhaupt nicht gelang. Vielmehr pfiffen die Unparteiischen zu penibel, sodass die Partie noch giftiger wurde. Die SGL dominierte klar und führte mit 8:4 (11.), ehe Dustin Thöne eine Zeitstrafe bekam (13.). "In der Zukunft können wir nur besser auftreten als heute. Es war einfach ein typisches Spiel für den Donnerstagabend und wir waren auch ein bisschen platt", meinte 2,04-Meter-Mann Thöne.

Nach 17 Minuten legten die Akteure eine kurze Pause ein, da die Hitze schon fast unerträglich war. Schon während der Begegnung mussten die Handballer den schweißnassen Ball häufig mit einem Handtuch trocknen. Bei den Gästen fehlte es an der Präzision, so warf Tim Wittenberg einen Siebenmeter neben das Tor (27.). "Ich bin mit unserer Leistung insgesamt zufrieden, denn der Einsatz war da. Natürlich sah man den Klassenunterschied", stellte Tiedermann fest und der ME-Sport-Coach fügte mit einem Schmunzeln hinzu: "Es wäre auch schlimm gewesen, wenn das heute nicht der Fall gewesen wäre."

SGL-Torwart Tobias Geske, der vor der zweiten Halbzeit ausgewechselt wurde, absolvierte freiwillig neben dem Spielfeld Kraft- und Athletikübungen - trotz der Hitze. Später sah sein Mitspieler Mirko Stolley wegen eines groben Fouls die Rote Karte (43.) und Andreas Nelte flog wegen Meckerns ebenfalls vom Platz (43.). Trotzdem ließen sich die Langenfelder nicht mehr beirren, sie verteidigten ihre Führung bis zum Schluss.

Quelle: RP
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