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Immer dasselbe: Der Aufsteiger bleibt Letzter

Lokalsport: Immer dasselbe: Der Aufsteiger bleibt Letzter
Bauchlandung: Für Dustin Thöne und Langenfelds Handballer bleibt die Saison in der 3. Liga eine überwiegend schmerzhafte Angelegenheit. FOTO: Ralph Matzerath
Langenfeld. Die Drittliga-Handballer der SG Langenfeld folgten beim TSV GWD Minden II einem bekannten Muster und verloren unnötig mit 29:31. Von Michael Deutzmann

Die Abläufe wiederholen sich. Immer wieder sogar. Dreimal hatten die in die 3. Liga aufgestiegenen Handballer der SG Langenfeld (SGL) in Auswärtsspielen keine Chance - beim 28:39 zum Saisonbeginn gegen den Fünften Leichlinger TV, beim 26:36 gegen den Vierten Dormagen und beim 25:30 gegen den Ersten Neusser HV. Daneben gab es einige andere Spiele, in denen das Team von Trainer Dennis Werkmeister schlecht startete. Das passierte zuletzt regelmäßig in der zweiten Hälfte, als jeweils schwache zehn Minuten alle Chancen zerstörten. Das war jetzt zum Abschluss der Hinrunde beim TSV GWD Minden II wieder nicht viel anders. Deshalb verpasste die SGL den möglichen Sieg und zog mit 29:31 (14:16) den Kürzeren. "Da war mehr drin", sagte Werkmeister, "wir hätten sie schlagen können, wenn wir die Leistung aus dem Spiel gegen Gummersbach gezeigt hätten."

Da war dem Klassen-Neuling vor einer Woche dank seiner bisher stärksten Vorstellung in dieser Saison ein 34:26 gelungen - verbunden mit der Hoffnung, durch einen weiteren Erfolg am Ende der Hinrunde eventuell auf einen Nicht-Abstiegsplatz zu klettern. Die Konkurrenz im Keller der Tabelle macht auch einigermaßen mit, weil niemand zwei Punkte holte. Ausnahme: Minden. Die zweite Mannschaft des Erstligisten machte der SGL durch eine sehr offensive Deckung von Beginn an das Leben schwer, was grundsätzlich keine große Überraschung war. Langenfeld hatte im Training genau darauf intensiv hingearbeitet.

"Wir haben ein paar Minuten gebraucht, um uns darauf einzustellen", sagte Werkmeister, "dann haben André Boelken und André Eich das aber gut gemacht." Die Spielmacher konnten trotzdem nicht verhindern, dass Langenfeld nach dem 1:0 (4.() durch den Eich-Siebenmeter immer in Rückstand lag -1:3 (6.),3:4 (8.), 3:6 (10.), 4:8 (12.), 5:9 (13.), 8:12 (20.), 8:13 (23.). Die SGL kämpfte sich heran und schien nach dem 14:16 (30.) von Matthias Herff auf dem Weg zu einem für den Abstiegskampf wertvollen Sieg zu sein.

Die Gäste erlaubten sich zwar am Anfang der zweiten Hälfte zwei völlig überflüssige Ballverluste, doch Minden machte es nicht besser. Dann konnte Mirko Stolley sogar auf 15:16 verkürzen (32.) und alles war wieder offen. Der Rest kam allerdings vielen unangenehm bekannt vor, weil für Langenfeld kaum acht Minuten später wieder alle Ampeln auf Rot standen. Nach einem 1:6-Lauf hieß es 16:22 (40.) und das Nachlaufen, das zur Tradition zu werden droht, begann von vorne. Die späteren Tore von Dustin Thöne (56.) und Boelken (56.) zum 25:29 und 26:29 ließen das Ergebnis zwar etwas freundlicher aussehen, konnten die zwölfte Niederlage im 15. Saisonspiel aber nicht verhindern. "Die Angriffsleistung fand ich gar nicht so schlecht", urteilte Werkmeister, der dafür weder mit der Abwehr noch mit seinen Torhütern besonders zufrieden war.

In dieser Woche stehen noch zwei weniger intensive Trainings-Einheiten auf dem Programm, ehe eine Pause von 14 Tagen folgt. Am 2. Januar 2017 geht die Vorbereitung auf die Rückrunde los, die am 14. Januar (17.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den Nachbarn Leichlinger TV beginnt. Langenfeld ist dann ganz bestimmt der krasse Außenseiter - und es hätte schon eine ganze Menge gewonnen, wenn sich manche Dinge einfach nicht wiederholen.

SG Langenfeld: Joest, Geske - Thöne (3), Heider, Wolter (3), Preissegger, Adams (3), Klimke (5), Herff (1), Stolley (1), Eich (6/6), Boelken (5), Menzlaff (2), Nelte.

Quelle: RP
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