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Lokalsport
Jörg Bergmeister geht in Florida leer aus

Langenfeld. Der Langenfelder Motorsportler war für den Saisonstart einigermaßen zuversichtlich und mit seinem neuen Team auch gut aufgestellt. Ein technischer Defekt zerstörte aber beim 24-Stunden-Rennen von Daytona alle Hoffnungen. Von Michael Deutzmann

Florida gilt als sonnenverwöhnt und nennt sich selbst den "Sunshine State". Als Jörg Bergmeister jetzt in den USA ankam, um sich auf die berühmten 24 Stunden von Daytona vorzubereiten, sah die Welt aber anders aus - stark regnerisch, sehr windig, richtig ungemütlich. Immerhin: Die äußeren Bedingungen wurden besser. Das Ergebnis nach dem ersten Rennen der Saison 2016 in der "IMSA WeatherTech SportsCar Championship" war allerdings so trist wie der Blick aus dem Hotelfenster kurz nach der Ankunft. Für Porsche-Werksfahrer Bergmeister und sein Team "Park Place Motorsports" aus Texas sprang letztlich trotz des hohen Einsatzes aller Beteiligten nur Rang 19 heraus. Der Langenfelder trug es gefasst: "Es ist nicht so, dass ich völlig frustriert bin. Wir waren voll konkurrenzfähig. Von der Performance her können wir für die nächsten Rennen optimistisch sein."

Das aus Bergmeister, dem Österreicher Norbert Siedler sowie den US-Amerikanern Patrick Lindsey und Matthew McMurry bestehende Fahrer-Quartett kam mit dem neuen Porsche 911 GT 3 R von Beginn an glänzend zurecht. Nachdem der rund 500 PS starke Dienstwagen in zwei der vier angesetzten Trainings-Einheiten die beste Zeit hingelegt hatte, lief das vor allen Dingen für die Startaufstellung entscheidende Qualifying im Regen ebenfalls optimal. Siedler lag mit den 2:05,798 Minuten in der GTD-Klasse vor den übrigen Porsche-Teams -und vor der Konkurrenz aus Lamborghini, Ferrari, Audi, BMW oder Dodge Viper. Bergmeister fand die Leistung seines Teamkollegen richtig gut: "Eine starke Runde."

Als Bergmeister in der Nacht zum Fahrerwechsel an die Box kam, lag sein Dienstwagen mit der Startnummer 73 noch aussichtsreich im Rennen: "Ich glaube, wir waren da Zweiter." Das bot zwar keine Garantie auf den Sieg oder eine andere Top-Platzierung, ließ aber alle Möglichkeiten auf ein positives Resultat offen. Bergmeister zog sich deshalb mit einem guten Gefühl zum Abschalten ins Wohnmobil zurück, ehe er über einen Monitor mitbekam, dass etwas nicht stimmte: "Ich habe mich gewundert, dass wir immer weiter zurückgefallen sind."

Während vorher kleinere Probleme gut zu lösen waren, gab es nun größere technische Probleme (Antriebswelle). Die Mechaniker bemühten sich mit Leidenschaft, das Auto wieder einsatzfähig zu machen - weil Aufgeben nicht in Frage kam. Dass Jörg Bergmeister insgesamt durch die schnellste Rennrunde fürs Team einen persönlichen Trostpreis gewann, änderte trotzdem wenig am bescheidenen Start in die Saison. "Für die Zukunft war das Rennen aber vielversprechend", urteilt der 39-Jährige. Und möglicherweise ist ja in ein paar Wochen bei den 12 Stunden von Sebring bereits der Empfang im "Sunshine State" etwas freundlicher.

Quelle: RP
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