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Lokalsport
Judoka Wenzel holt Silber in Venray

Langenfeld. Der Langenfelder erreichte das Finale und verpasste hier den Sieg nur knapp.

Beim erstklassig besetzten internationalen Turnier in Venray (Niederlande) mit Teilnehmern aus vielen europäischen Ländern hatte Jannik Matz Wenzel vom Judo-Club Langenfeld (JCL) sowohl 2014 als auch 2015 jeweils Bronze gewonnen. Das Ziel stand deshalb fest: Es sollte wieder eine Medaille sein. Wenzels Plan ging auch auf, denn dank einer guten Leistung im Turnier hatte er auf der Heimreise die Silbermedaille für Platz zwei in der Gewichtsklasse bis 90 Kilo im Gepäck.

Im Viertelfinale gegen den Niederländer Rick van Montfoort kassierte der Langenfelder zunächst eine Strafe (Shido/wegen Passivität), drehte aber bald auf und gewann durch einen schönen Wurf nach rund einer Minute vorzeitig. Im sehenswerten Halbfinale gegen den Liechtensteiner Raphael Schwendinger schaffte Wenzel über einen Konter sehr früh die Führung (Wasari/halber Ippon), ehe es für beide Kontrahenten bei Ansätzen blieb. Nach etwa eineinhalb Minuten kam erneut ein Wurf hinzu (wieder Wazari), der den Einzug ins Finale brachte.

Das Finale war ein Duell mit Daniel Wegner. Den kennt der Langenfelder sehr gut, weil er mit ihm geneinsam beim Regionalligisten Godesberger JC auf der Matte steht. Bis 44 Sekunden vor dem Ende war der Kampf ziemlich ausgeglichen, ehe es zur entscheidenden Szene kam. Wegner konnte zu einem Wurf ansetzen - und Wenzel das folgende Aus nicht nachvollziehen: "Aus dem Wurf habe ich mich geschickt herausgedreht, jedoch gab es dafür Ippon wegen Brücke, obwohl ich nicht einmal ansatzweise mit den Beinen in der Nähe des Bodens war." Ein Ippon ist im Judo die höchste zu vergebende Wertung und der Kampf danach immer sofort vorbei.

(joj)
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