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Lokalsport
Kanu-Talente tanzen durchs wilde Wasser

Monheim. Maike Rummler und Janina Mannschott aus Monheim trumpften bei den Westdeutschen Meisterschaften groß auf. Von Fabian Schmitt

Der Lohn konnte eigentlich kaum ausbleiben. Schließlich arbeiten Maike Rummler und Janina Mannschott vom Monheimer Kanu-Club (MKC) immer ehrgeizig an ihren Stärken und Schwächen. Dafür trainieren sie mindestens sechs Mal pro Woche im Wasser. Und deshalb befinden sich die beiden Monheimerinnen in einer herausragenden Form - was sie nun bei den Westdeutschen Meisterschaften erneut auf beeindruckende Art und Weise zeigten.

Die 15 Jahre alte Rummler lieferte in der Jugendklasse eine starke Leistung ab, als sie zum dritten Mal hintereinander Westdeutsche Meisterin wurde. "Ich war schon glücklich über meinen Erfolg und ich habe mich auf jeden Fall auch gefreut. Es war nicht unbedingt zu erwarten, dass ich wieder den Titel holen würde. Aber ich habe es schon gehofft", erzählt die Schülerin, die in die neunte Klasse des Otto-Hahn-Gymnasiums geht. Rummler beherrschte den Wettkampf, denn sie war vier Sekunden schneller als ihre erste Konkurrentin. Gemeinsam mit Mannschott und Kristina Scheuß gewann sie darüber hinaus den Titel mit der Mannschaft.

Durch den "WM"-Erfolg qualifizierte sich Maike Rummler zugleich für die Deutschen Meisterschaften, die am 25. und 26. Juni in der Nähe von Leipzig zu Hause sind. Dann dürfte das Niveau deutlich höher als bei den Westdeutschen Meisterschaften sein. "Das könnte ganz interessant werden", findet Rummler, "vor zwei Jahren habe ich ja die Deutsche Meisterschaft gewonnen. Diesmal wäre ich froh, wenn ich unter die besten drei Fahrerinnen kommen würde." Klar ist, dass sie sich durch intensives Training wieder optimal vorbereiten will.

Janina Mannschott ist ein weiteres herausragendes Slalom-Talent in den Reihen des MKC. Die 18-Jährige qualifizierte sich durch einen ersten, einen zweiten und einen dritten Platz für die Weltmeisterschaften vom 14. bis 17. Juli in Krakau (Polen). Für das WM-Ticket musste Mannschott auf dem Eiskanal in Augsburg und der Strecke in Markkleeberg alles abrufen. "Es war für mich relativ überraschend, dass die Quali geklappt hat", sagt die Monheimerin, "am Anfang lief es beim ersten Rennen noch schlecht. Weil man aber aus den vier Rennen eins streichen kann, hat es am Ende geklappt."

Auf den schwierigen Strecken konnte sich Mannschott behaupten, weil sie eine hohe Körperspannung und einen guten Gleichgewichtssinn hat. Außerdem glänzte sie mit präzisen Paddelschlägen - und sie trat sehr mutig auf. Die Folge: Aufgrund ihrer starken Auftritte wurde die 18-Jährige in die Nationalmannschaft U 23 berufen. Wenn Mannschott nun bei den Weltmeisterschaften unter die besten zehn Fahrerinnen kommt, qualifiziert sie sich direkt für die anstehende Europameisterschaft. An Motivation dürfte es ihr vor der großen Herausforderung in Krakau also nicht fehlen. Janina Mannschott und Maike Rummler sind allerdings sowieso immer ehrgeizig. Die sechs Trainingseinheiten sind der Beweis.

Quelle: RP
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