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Lokalsport
Kart: Zeitstrafen bringen Jakob Bergmeister um alle Chancen

Langenfeld. Vater Tim Bergmeister sah den Maßstab nicht mehr gewahrt und war richtig sauer auf die Rennleitung. Von Michael Deutzmann

Das Ergebnis war enttäuschend und Tim Bergmeister mit dem Wochenende beim ADAC Kart Masters ganz und gar nicht einverstanden. Der 41-Jährige war mit seinem Sohn Jakob nach Oschersleben gekommen, um die Titelchancen zu wahren und nach Möglichkeit von Platz zwei aus näher an Rang eins heranzurücken. Vom Plan blieb jedoch wenig übrig, denn Jakob Bergmeister sammelte kaum Punkte - und der Rückstand auf den führenden Paul Enders (Salmtal) wuchs sogar an. Fazit: Die Meisterschaft ist gelaufen. Gegen den Strich ging dem Vater-Sohn-Unternehmen dabei weniger, dass der Titel nun weg ist. Für Ärger sorgten ein paar andere Streitpunkte. Tim Bergmeisters feste Meinung: "Da wurde mit zweierlei Maß gemessen."

Nach dem sechsten Rang aus dem Qualifying verpasste die Rennleitung dem Langenfelder Kart-Talent im ersten Vorlauf eine Zehn-Sekunden-Zeitstrafe, sodass letztlich bloß der 22. Platz heraussprang (statt Platz fünf). Im zweiten Vorlauf und im ersten Rennen konnte sich Jakob Bergmeister auf Rang sechs verbessern, ehe sich die Ereignisse im zweiten Rennen überschlugen.

Der junge Langenfelder wähnte sich als Zweiter hinter dem Rennsieger Egor Litvinenko (Bergkirchen) im Ziel, der als Gastfahrer keine Zähler sammeln konnte. Jakob Bergmeister hatte in einer Aufholjagd den Meisterschafts-Ersten Paul Enders überholen können - was bald nichts mehr wert war. Ursache: Bergmeister hatte Enders berührt, wurde dafür mit zehn Sekunden erneut hart bestraft und fiel auf Platz 19 zurück. "Das ist vertretbar. Den Fehler hat Jakob gemacht", räumte Tim Bergmeister. Gewaltig gegen den Strich ging ihm jedoch jene Szene in der Auslaufrunde nach dem Renn-Ende, als Enders von hinten ins Kart von Jakob Bergmeister fuhr.

Tim Bergmeister fand die Aktion unnötig, machte dem Titelkonkurrenten allerdings keinen richtigen Vorwurf: "Ich kann ihn total verstehen. Das kommt vor, wenn du frustriert bist." Vermutlich wäre das Thema schnell abgehakt gewesen - wenn die Rennleitung die Aktion anders geahndet hätte. Für den Regelverstoß gab es aber lediglich eine Fünf-Sekunden-Strafe, sodass Tim Bergmeister doch empört reagierte: "Zehn Sekunden bei uns und nur fünf hier - da fehlt die Verhältnismäßigkeit. Das war nicht okay." Seine Sicht der Dinge ist eindeutig - und eine Korrektur der Entscheidung ebenso eindeutig nicht zu erwarten.

Quelle: RP
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