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Lokalsport
Keglerinnen kämpfen um die Rettung

Langenfeld. Damen des SKC Langenfeld wollen die Bundesliga halten. In Aachen steht heute das erste der vier entscheidenden Turniere auf dem Programm. Von Dirk Neubauer

"Die Unabsteigbaren" - solch ein Wort kann ein Schutzschild sein. Heute tragen ihn die sechs Bundesliga-Sportkeglerinnen des SKC Langenfeld/Paffrath nach Aachen, denn dort beginnt um 12 Uhr beim Gastgeber SG 63 Aachen-Knickertsberg eine Turnierserie, an deren Ende der Abstieg geklärt ist. Die vier Letztplatzierten aus der vor Kurzem beendeten Normalrunde treffen sich innerhalb von zwei Wochen vier Mal. Danach werden sich zwei Teams über den sicheren Klassenerhalt freuen, während eine Mannschaft unmittelbar absteigt - und eine andere in der Relegation eine letzte Chance bekommt.

Langenfeld wirkt grundsätzlich optimistisch, aber auf die Frage nach den Aussichten fürs Überleben in der höchsten deutschen Klasse antwortet Teamsprecherin Manuela ter Haar ehrlich: "Das wird sich nach Tagesform entscheiden. Alle vier Teams sind in etwa gleich stark. Ich kann keine Favoritinnen benennen."

Vor einem Jahr gehörte der SKC noch zu den besten vier, doch dann gingen wichtige und erfahrene Stützen der Mannschaft. Weil sich die nachrückenden Spielerinnen erst einmal in der Bundesliga akklimatisieren mussten, war von Anfang an klar, dass der Weg für Langenfeld sehr schwierig sein würde. "Immerhin starten wir als Tabellen-Vorletzte mit zwei Bonuspunkten in die entscheidende Turnierserie", sagt ter Haar tapfer. Der Zweckoptimismus ist hier Pflicht, denn Sportkegeln ist zu einem großen Teil Konzentration und Nervensache.

Aus personeller Sicht gibt es beinahe keine Probleme. Tanja Rittmann verweist auf ihre schmerzenden Knie - und hofft gleichzeitig, trotzdem im Dienst der Mannschaft über alle vier Turniere durchzuhalten. Kathrin Schnepf, Sandra Kaiser, Anna Röhrig, Doris Buschhaus und Birgit Meierjohann haben sich in den vergangenen Tagen intensiv vorbereitet. Dazu gehörte, dass die Langenfelderinnen bewusst auf fremde Bahnen gingen, um Spitzenleistungen auf ungewohntem Terrain zuverlässig abrufen zu können.

Jede Kegelbahn verhält sich ein wenig anders. Die eigentliche Herausforderung besteht daher immer darin, 120 möglichst perfekte Würfe in Folge abzuliefern. Es sind 30 pro Wettbewerbsbahn - danach wird die Bahn gewechselt. Jeweils 15 dieser 30 Würfe gehen auf das volle Bild mit neun Kegeln. Das ideale Ergebnis: 15 Mal alle Neune. Die nächsten 15 Würfe stehen unter der Überschrift "Abräumen". Bleibt ein Kegel stehen, muss zunächst genau der getroffen werden, bevor wieder alle Neune hingestellt werden.

Die weiteren Turnier-Termine: 20. Februar, 12 Uhr, beim KC 87 Wieseck; 21. Februar, 10 Uhr, beim SKC Langenfeld/Paff-rath; 27. Februar, 12 Uhr, beim ESV Siegen.

Quelle: RP
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