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Kofo: Das ist Baumbergs Kämpfer

Lokalsport: Kofo: Das ist Baumbergs Kämpfer
FOTO: Matzerath, Ralph (rm-)
Monheim. Beim Fußball-Landesligisten nimmt Ludwig Kofo Asenso eine zentrale Rolle ein. Der Innenverteidiger, der in Ghana geboren wurde, fühlt sich wohl an der Sandstraße und hat bisher noch kein Meisterschaftsspiel verpasst. Von Michael Deutzmann

Der Name ist ein bisschen Programm und Ludwig Kofo Asenso mit einem feinen Humor ausgestattet. "Eigentlich müsste ich damit ja wohl in der Bundesliga spielen", sagt der 27-Jährige. Zu einer Profikarriere reichte es jedoch nicht - womit sich der Innenverteidiger des Landesligisten SF Baumberg (SFB) rechtzeitig arrangierte. Behalten hat der in der ghanaischen Hauptstadt Accra geborene Fußballer, der aus einer Großfamilie stammt und auch die deutsche Staatsangehörigkeit hat, seine sportlichen Eigenschaften. Und die finden sich im Namen wieder: "Kofo heißt Kämpfer. Das ist einer, der nicht aufgibt. Ich bin einer, der immer weitermacht."

Von den Qualitäten seines Sommer-Zugangs profitierte Baumberg schon reichlich: Ludwig Kofo Asenso ist einer von nur zwei Spielern, die bisher in allen 14 Meisterschafts-Partien auf dem Platz standen. Die interne Führung in dieser Liste muss er sich lediglich mit Robin Hömig teilen, der ebenfalls 1240 der 1260 absolvierten Minuten auf dem Platz stand. Hömig kam von der U 23 des 1. FC Köln aus der Regionalliga, Kofo Asenso aus der Oberliga-Mannschaft des 1. FC Bocholt. Vorher stand er unter anderem in Wattenscheid, Herne und Oberhausen unter Vertrag.

"Ich bin sehr gut aufgenommen worden", sagt der Verteidiger, der sich nahezu auf allen Positionen irgendwie auskennt: "In der Jugend war ich Stürmer. Dann bin ich jedes Jahr eine Position nach hinten gerückt." Dort bildet er inzwischen mit Daniel Rey Alonso ein starkes Gespann, in dem er sich - wie in ganz Baumberg - sehr wohlfühlt. "Das ist wichtig für mich", erzählt der 1,88-Meter-Mann. Sein Coach Salah El Halimi war ebenfalls ein Grund für den Wechsel zum Oberliga-Absteiger: "Er ist menschlich einer der besten Trainer, die ich je hatte. Die Arbeit mit ihm ist sehr angenehmen." El Halimi gibt das Kompliment zurück: "Ludwig hat eine überzeugende Ausstrahlung und ein gutes Stellungsspiel. Mit ihm zu arbeiten, macht mir richtig Spaß. Das ist ein Traum für jeden Trainer."

Auf einer ähnlichen Schiene fahren der Spieler und sein sportlicher Vorgesetzter in Sachen Saisonziel. Während ein Teil der Mannschaft durchaus sehr offensiv die direkte Rückkehr in die Oberliga fordert, tut es Ludwig Kofo Asenso im ersten Anlauf eine Nummer kleiner: "Ich kann beide Seiten verstehen. Salah ist lieber auf der sicheren Schiene. Eigentlich müssten wir es ja wirklich schaffen. Und wenn man ehrlich ist, sind wir gemeinsam mit Cronenberg der Top-Favorit." Angesichts der Lage in der Tabelle wäre eine andere Einschätzung auch erstaunlich. Baumberg (37 Punkte) und der Cronenberger SC (34) haben sich vom Rest des Feldes abgesetzt. Selbst der Dritte SpVg. Sterkrade-Nord (26) ist zumindest im Augenblick keine echte Gefahr.

Die nächste Aufgabe am Sonntag (15.15 Uhr, Windscheidstraße) beim Tabellensechsten Düsseldorfer SC 99 sieht Baumbergs Innenverteidiger gelassen: "Das wird ein schweres Spiel. Wir müssen definitiv aufpassen. Aber unsere Stärke ist, dass wir sehr flexibel und Teamplayer sind." Etwas weniger gut gefällt ihm die persönliche Ausbeute. "Ich hatte mir eigentlich zehn Tore für die Saison vorgenommen", erklärt Ludwig Kofo Asenso, dem die Sportfreunde bei der Beschaffung einer Arbeitsstelle helfen konnten (Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik).

Sein Torjäger-Konto steht trotzdem noch dick im Minus - weil er bisher gar nicht getroffen hat. Insgesamt ist es ihm allerdings wichtiger, was am Ende für alle herauskommt. "Ich hoffe, dass es am 5. Juni für uns reicht." Ludwig Kofo Asenso will mit Baumberg den Sprung in die Oberliga schaffen. Und das meint der mit dem feinen Humor auch ernst.

Quelle: RP
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