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Langenfeld baut Frust ab - und lässt noch viele Chancen aus

Lokalsport: Langenfeld baut Frust ab - und lässt noch viele Chancen aus
Zielsicher: Vinzenz Preissegger brauchte für drei Treffer hintereinander nur etwas mehr als eine Minute. FOTO: Ralph Matzerath (ARCHIV)
Langenfeld. Der Handball-Oberligist verschenkte beim 27:21 gegen die A-Jugend des Bergischen HC einen höheren Sieg. Von Michael Deutzmann

Es war nur ein Test und trotzdem ganz gut für den Abbau von Frust geeignet. Schließlich lag dem Handball-Oberligisten SG Langenfeld (SGL) das 30:38 im Spitzenspiel bei Borussia Mönchengladbach schwer im Magen. Mehr Gegentreffer hatte Langenfeld im fünften Jahr seiner Zugehörigkeit zur Oberliga vorher noch nicht kassiert. Gegen die A-Junioren des Bergischen HC aus der Bundesliga zeigte die Mannschaft von Trainer Dennis Werkmeister, dass sie es defensiv doch viel besser kann. Nach einem Start mit ein paar Fragezeichen und einer Umstellung in der Abwehr gab es ein 27:21 (14:12). Schönheitsfehler: Die SGL ging mit den Torchancen sehr nachlässig um. "Insgesamt kann ich mit der Leistung aber leben. Das war in Ordnung."

Beim 6:8 (14.) und 8:10 (19.) lag die SGL gegen technische gute und schnelle Solinger jeweils hinten, ehe mit der Einwechslung von Vinzenz Preissegger die Wende begann. Der Linksaußen verrichtete in der nun offensiveren Deckung als vorgezogener Abwehrspieler sehr wertvolle Dienste und tat sich zudem im Angriff hervor. Nachdem André Eich mit zwei Siebenmetern zum 11:11-ausgeglichen hatte (27.), schlug Preisseggers Stunde - bei der er innerhalb von knapp einer Minute drei Tore erzielte - 12:11 (28.), 13:11 (29.), 14:11 (29.).

Nach der Pause geriet die SGL nicht mehr unter Druck, weil sie in der Defensive weiter vernünftig arbeitete. Und mit mehr Konsequenz im Abschluss wäre ein viel klarerer Erfolg herausgesprungen. Langenfeld ließ mehr als ein Dutzend glasklarer Gelegenheiten liegen und darüber hinaus vier seiner neun Siebenmeter aus. Für den Ernstfall könnte das teuer werden - nicht nur in der Meisterschaft, sondern vielleicht auch in der zweiten Runde des Niederrheinpokals am Samstag (17 Uhr) beim Verbandsligisten TV Ratingen.

SGL: Riebau, Jahn - Thöne (2), Wolter, Preissegger (5), Menzlaff (3), Schickhaus, S. Kniesche (2), Stolley, Eich (4/3), Boelken (7/2), Zimmermann (1), Nelte (3).

Quelle: RP
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