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Langenfeld experimentiert - und hält gegen den Drittligisten mit

Lokalsport: Langenfeld experimentiert - und hält gegen den Drittligisten mit
FOTO: Matzerath, Ralph (rm-)
Langenfeld. Handball-Oberligist SGL zog sich bei der 30:34-Niederlage streckenweise sehr beachtlich aus Affäre. Von Michael Deutzmann

Es ist ja keineswegs so, dass Dennis Werkmeister besonders gerne verliert. Das galt früher in Zeiten, als er ausschließlich Spieler war. Und das gilt immer noch, obwohl der 32-Jährige die Seiten gewechselt hat. Inzwischen ist der Trainer Werkmeister für die erste Mannschaft verantwortlich - und als Nachfolger von Leszek Hoft stand er jetzt zum ersten Mal in seiner neuen Rolle bei einem Test an der Seitenlinie. Fürs Debüt hatte sich der Handball-Oberligist SG Langenfeld (SGL) den Drittligisten Neusser HV als Gegner ausgesucht. Nach dreimal 25 Minuten gab es zwar eine 30:34 (8:13/21:25)-Niederlage, doch der Coach trug das Ergebnis mit großer Fassung: "Natürlich muss man ein solches Spiel richtig einordnen. Aber ich bin einfach zufrieden."

Die größten Lücken gab es im ersten Drittel, als die Gäste nahezu jeden Fehler bestraften. Deshalb lag die SGL nach dem 3:2 (6.) auch schnell hinten - 3:6 (11.), 5:10 (18.), 8:13 (25.). Dafür kämpften sich die Hausherren im zweiten Abschnitt vom 9:15 (27.) erst auf 12:15 (32.) heran, ehe sie sogar auf ein Tor hätten verkürzen können. Dass Matthias Herff (beim Stande von 19:21/42.) und Max Adams (19:22/45.) zwei Siebenmeter ausließen, warf Langenfeld trotzdem nicht aus der Bahn. Im letzten Drittel nutzte André Boelken einen Siebenmeter zum 27:28 (60.), aber die folgenden drei Angriffe brachten keinen erfolgreichen Abschluss mehr.

Für ein paar Ungereimtheiten im Angriff brachte Werkmeister aufgrund der bisher anders gelagerten Trainings-Schwerpunkte Verständnis auf: "Da fehlte die Bindung. Das ist normal." Wichtiger war aus seiner Sicht, dass sein Team mit hundert Prozent Einsatz bei der Sache war. Gleichzeitig wurde der taktische Mut belohnt, in der Abwehr zum ersten Mal eine defensive 6:0-Variante zu probieren. Ergebnis: Neuss tat sich schwer. Erfolgreichster Werfer der Gastgeber war Rechtsaußen Jonas Zimmermann, der es auf fünf Tore brachte und mehrmals gut seine Schnelligkeit einsetzen konnte. Nicht viel schlechter war die Bilanz von Linksaußen Philipp Wolter, der vier Tore beisteuerte.

Heute und morgen können sich alle Beteiligten noch von den bisherigen Strapazen erholen, ehe das Programm in hoher Intensität weitergeht. Am Ende der Woche gönnt sich Langenfeld dann in heimischer Umgebung ein Trainingslager. Darin eingebettet ist ein Test gegen den Mittelrhein-Oberligisten TSV Bonn (18. Juli, 16 Uhr). Auch dann wird das reine Resultat für Werkmeister wieder zweitrangig sein. Gegen einen Sieg hätte er vermutlich trotzdem nichts einzuwenden.

Quelle: RP
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