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Lokalsport
Langenfeld holt Volleyball-Talent

Langenfeld. Die 15 Jahre junge Mittelblockerin Felicitas Christ gehört jetzt zum Team von Trainer Michael Wernitz - der sie langsam an die 3. Liga heranführen will. Von Fabian Schmitt

Bisweilen scheint die Welt sehr klein zu sein. Der Beweis: Ein Neuzugang bei den Drittliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) ist die erst 15 Jahre alte Mittelblockerin Felicitas Christ, deren Mutter Anke Hellhake-Christ (52) früher ebenfalls für die SGL aktiv war. Nach einem erfolgreichen Probetraining wollte Trainer Michael Wernitz die talentierte Tochter unbedingt im Team haben. "Feli wurde gesichtet, obwohl Michael nicht wusste, dass sie meine Tochter ist. Sie hat es also alleine geschafft", erklärt Anke Hellhake-Christ.

Erst vor drei Jahren begann Felicitas Christ bei der Burscheider TG, bei der sie von ihrer Mutter trainiert wurde, mit dem Volleyball. Anschließend wechselte die junge Mittelblockerin zu Bayer 04 Leverkusen, ehe es sie in die U 18 und U 20 der Solingen Volleys zog. Ab sofort wird sie ein Mal pro Woche in Langenfeld und zwei Mal in Solingen üben, weil sie sie mit den Volleys auf die Teilnahme an der Westdeutschen Meisterschaft hofft. "Die Jugendmannschaften von Solingen gehen für mich noch vor. Erst danach kommt Langenfeld dran", betont Felicitas Christ, die die zehnte Klasse der Gesamtschule Leverkusen-Schlebusch besucht.

Trotz ihrer Jugend ist Felicitas Christ stark im Block und im Angriff. "Feli ist ein großes Talent", erklärt Wernitz, "sie ist auf jeden Fall mit guten Grundtechniken ausgestattet. Im Block ist sie immer im richtigen Moment zur Stelle. Außerdem bekommen wir durch sie im Angriff eine weitere Option zu Vanessa Aurbach, Svenja Tillmann und Silke Althaus." Das Talent benötigt trotzdem noch Zeit, um mit den höheren Anforderungen zurechtzukommen. "Ich will auch unbedingt an meiner Annahme und Abwehr arbeiten", meint Christ.

Anke Hellhake-Christ ist ebenfalls eine leidenschaftliche Volleyballerin, die ihre Tochter sehr gerne fördert. Bis 1997 spielte die Mittelblockerin für die SGL in der 3. Liga. Damals trainierte sie bereits zusammen mit Diana Kiss und Aurbach - und jetzt trifft ihre Tochter auf die routinierten Teamkolleginnen von eins: "Feli hat viel Lust auf den Volleyball und das ist total schön. Ihr macht es Spaß, an ihrem Körper zu arbeiten."

Zunächst hat Felicitas Christ keine Spielgarantie durch ihren Trainer Wernitz, doch ihre Zukunft ist äußerst vielversprechend. "Feli ist geschmeidig, versiert und schnell im Angriff", erklärt der Coach, "sie hat auch keine Probleme mit den älteren Spielerinnen. Sie verstehen sich alle sehr gut. Im Sport bleibt man ja sowieso viel länger jung."

Quelle: RP
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