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Langenfeld ist im Anflug auf die 3. Liga

Lokalsport: Langenfeld ist im Anflug auf die 3. Liga
Volle Kraft voraus: Der Langenfelder Kapitän Matthias Herff hofft sehr, dass die Diagnose für seine lädierte Schulter nicht zu bitter ausfällt. Dann könnte er im Finale des Amateurpokals wieder an Bord sein. FOTO: Ralph Matzerath (ARCHIV)
Langenfeld. Für den Handball-Oberligisten beginnt heute beim TSV Aufderhöhe der Saison-Endspurt. Bleibt die Mannschaft von Trainer Dennis Werkmeister bis zum Schluss vorne, steigt sie sicher auf. Alle Mittelrhein-Kandidaten haben verzichtet. Von Michael Deutzmann

Die Dinge scheinen ein Eigenleben zu entwickeln. Und mittendrin steckt der Handball-Oberligist SG Langenfeld (SGL), der auf der Zielgeraden der Saison noch zwei Träume leben kann. Vorübergehend hat er sogar das Finale des Deutschen Amateurpokals am 1. Mai in der zweiten Reihe abgestellt - was schwierig genug ist, denn das Endspiel in Hamburg wird für alle Beteiligten ein außergewöhnliches Erlebnis. Wichtiger sind bis dahin jedoch die drei restlichen Aufgaben im Kampf um die Meisterschaft und den Aufstieg. Hier passiert gerade so viel, dass die Aufgabe heute Abend (19.15 Uhr, Halle Börkhaus-Siebels) beim Vorletzten TSV Aufderhöhe aus dem Blick zu geraten droht. Dabei ist ein Erfolg über den Tabellenletzten die Basis für alle weiteren Überlegungen. Nach Lage der Dinge steht die SGL bereits mit einem Bein in der 3. Liga.

Der Vertreter der Oberliga Niederrhein müsste normalerweise zwei Qualifikationsspiele gegen einen Mittelrhein-Oberligisten austragen. Dort stehen die ersten drei, die teilnahmeberechtigt wären, im TuS 82 Opladen, dem Pulheimer SC und dem TV Jahn Köln-Wahn fest. "Die wollen alle nicht", bestätigt Verbands-Männer-Spielwart Peter Monschau (Wuppertal), bei dem am Donnerstagabend die letzte Absage auf dem Tisch lag. Daraus folgt: Wer sich die Meisterschaft am Niederrhein sichert, steigt ohne weitere Hürde in die 3. Liga auf.

In der Oberliga Niederrhein berechtigen ebenfalls nur die ersten drei Ränge zum Sprung nach oben. Der aktuelle Dritte TV Aldekerk verzichtet ebenfalls, sodass zwei Aufstiegskandidaten bleiben: Spitzenreiter SG Langenfeld und der Zweite HSG Bergische Panther. Hier hatte Monschau gestern Mittag eine höchst überraschende Nachricht: "Die Panther haben noch gar keine Erklärung abgegeben." Dazu bleibt dem Verein eine Frist bis morgen Abend, weil Monschau die offiziellen Meldungen bis zum 15. April an den Deutschen Handball-Bund übermitteln muss. Insgesamt ergibt sich daraus eine interessante Rechnung. Unabhängig vom Resultat in Aufderhöhe kann die SG Langenfeld vorzeitig für die 3. Liga planen, wenn die Panther tatsächlich nicht melden. Diese Möglichkeit scheint immerhin zu bestehen - worauf alleine das Zögern bis zur letzten möglichen Sekunde hindeutet.

Trainer Dennis Werkmeister wird trotzdem seine ganze Energie darauf verwenden, dass die SGL in der extrem engen Halle des Nachbarn, für den er selbst von 2010 bis 2013 drei Jahre lang tätig war, ihre ganze Leidenschaft aufbringt. Nach den Trainingseinheiten in dieser Woche ist er auch zuversichtlich: "Wir haben sehr, sehr gut gearbeitet. Wir dürfen uns auf keinen Fall von Unruhe anstecken lassen." Langenfeld muss allerdings den Ausfall seines Kapitäns Matthias Herff verkraften, der bei einem Trainingssturz aus 1,50 Metern Höhe eine schmerzhafte Schulterverletzung erlitt. "Ich habe gerade das Gefühl, dass es einigermaßen geht", berichtet Herff, "aber es bleibt mir nichts anderes, als abzuwarten." Und wenn er denn schon nicht aktiv eingreifen kann, wird er auf jeden Fall bereits in der Kabine und später auch auf der Bank als Motivator zur Verfügung stehen. Es geht schließlich um die große und einmalige Chance, gleich zwei Träume zu verwirklichen.

Quelle: RP
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