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Langenfeld kämpft um den Klassenerhalt

Lokalsport: Langenfeld kämpft um den Klassenerhalt
Hindernisse: Birgit Dechow (links) muss mit den Langenfelder Volleyballerinnen in der 3. Liga noch etwas tun für die Rettung. Ein Vorteil: Die Mannschaft kann den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen. FOTO: Ralph Matzerath
Langenfeld. Die Drittliga-Volleyballerinnen der SGL stehen am letzten Spieltag der Saison noch unter Druck. Das Team von Trainer Michael Wernitz hat alles selbst in der Hand, muss aber gegen den TV Cloppenburg mindestens einen Punkt holen. Von Fabian Schmitt

Die Drittliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) fiebern ihrem Endspiel entgegen. In der entscheidenden Partie im Kampf um den Klassenerhalt trifft das Team von Trainer Michael Wernitz zum Saison-Abschluss am Sonntag (15 Uhr, Halle Hinter den Gärten) auf den TV Cloppenburg. Der Fünfte Langenfeld (24 Punkte) muss gegen den Sechsten Cloppenburg (23) mindestens einen Zähler ergattern, um definitiv nicht abzusteigen. Momentan liegen auf den drei Abstiegsplätzen das Schlusslicht SV Wietmarschen (drei), der Neunte TV Gladbeck II (19) und der Achte VC Nienburg (21). "Im Kopf wissen jetzt alle Spielerinnen, worum es geht", sagt Wernitz.

Die Spielerinnen hoffen, dass sie von möglichst vielen Zuschauern unterstützt werden. Wernitz: "Wenn ein Zuschauer noch eine Begleitung mitbringt, muss die Begleitung nur die Hälfte des Eintrittspreises zahlen." Der Coach erwartet auf jeden Fall ein enges und spannendes Duell. "Für Cloppenburg geht es auch um alles. Der Gegner ist mit uns auf Augenhöhe und sie haben keine überragenden Einzelspielerinnen. Ich bin zuversichtlich, dass meine Truppe alles aus sich rausholen wird", betont Wernitz.

Vor dreieinhalb Monaten verlor die SGL das Duell der Hinrunde in Cloppenburg mit 1:3. Im zweiten Satz rasselte der Kopf von Tina Steinacker bei einer Rettungsaktion mit dem von Carina Zandt zusammen, sodass Steinacker eine Gehirnerschütterung erlitt. "Ich kann mich nicht mehr wirklich an das Spiel erinnern", sagt die 20-jährige Steinacker, die auf der Libero-Position zu Hause ist. Nach dieser Szene waren die Langenfelderinnen geschockt - und sie streuten viele Fehler ein. Wernitz: "In den Köpfen der Spielerinnen war, wie es Tina geht."

Im Sommer kam Steinacker vom Landesligisten TSV Bayer 04 Leverkusen zur SGL, um sich sportlich zu verbessern. Weil sie starke Leistungen zeigte, konnte sie dem Team auch sofort helfen. "Tina hat sich zu der Persönlichkeit entwickelt, die eine Libera haben muss", lobt Wernitz, "sie muss auf dem Feld die Mannschaft antreiben." Steinacker gibt sich gleichzeitig relativ gelassen. "Cloppenburg ist ein machbarer Gegner. Wenn wir schlecht spielen, werden wir verlieren. Wenn wir gut spielen, werden wir gewinnen", meint das Volleyball-Talent.

Die Außen-Angreiferin und Annahmespielerin Birgit Dechow wechselte vor der Saison von den SSF Fortuna Bonn nach Langenfeld - und sie wurde ebenfalls auf Anhieb eine wichtige Stütze. "Birgit ist sehr erfahren", erklärt Wernitz, "sie hat die gesunde Mischung aus Einsatzwillen und Distanz, um Tipps sachlich umzusetzen. Sie nimmt auch die Tipps des Trainers an." Dechow würde am liebsten einen klaren Sieg gegen Cloppenburg einfahren. "Es wird ein sehr emotionsgeladenes Spiel", vermutet sie, "wir wollen das Bestmögliche rausholen und die drei Punkte holen. Die Chancen stehen gut, weil wir total motiviert sind." Langenfeld fiebert eben seinem Endspiel entgegen.

Quelle: RP
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