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Lokalsport
Langenfeld sucht seinen Stadtmeister

Langenfeld. Am Sonntag ab 12 Uhr wird am KAG gekickt - Titelverteidiger VfB Langenfeld hat eine vermeintlich machbare Gruppe erwischt. Von Martin Römer

Am kommenden Sonntag ist es mal wieder so weit: Dann wird in der Sporthalle des Konrad-Adenauer-Gymnasiums ab 12 Uhr um die Langenfelder Stadtmeisterschaft gespielt. Losfee Thomas Droß vom SSV Berghausen II hatte schon im Oktober für eine interessante Konstellation in der Gruppenphase gesorgt: In Gruppe A tummeln sich mit den beiden Bezirksligisten SC Reusrath und SSV Berghausen sowie dem HSV Langenfeld, Tabellenzweiter der Kreisliga A, gleich drei Titelanwärter. Gerüchten zufolge hatte der erst vor Kurzem zurückgetretene Coach der zweiten Mannschaft des SSV auch den A-Kreisligisten Tuspo Richrath dieser Gruppe zugelost. Weil das aber ein bisschen zu viel des Guten gewesen wäre, hätte man kurzerhand die Richrather und ihre zweite Mannschaft ausgetauscht. Die Mannschaft aus der Kreisliga C dürfte nun in Gruppe A einen schweren Stand haben. "Eigentlich haben wir jetzt drei potenzielle Finalteilnehmer in unserer Gruppe, während die andere Gruppe schon deutlich einfacher zu sein scheint. Aber das müssen wir so hinnehmen, wie es ist", sagt Siegfried Lehnert, Trainer der Bezirksliga-Mannschaft des SSV. Schon am Donnerstag hatte der Coach seine Schützlinge das erste Mal nach der Winterpause zu einem lockeren Einlaufen antreten lassen, vor allem um Muskeln und Gelenke auf die strapaziösen Partien auf dem Hallenboden einzustimmen. "Ganz ohne vorherige Bewegung wollte ich die Jungs dann doch nicht in die Halle lassen", erklärt Lehnert.

Schon im Auftaktspiel trifft er mit seinen Berghausenern um 12 Uhr auf den SC Reusrath. Dieses Duell gab es bei den vergangenen fünf Stadtmeisterschaften gleich dreimal als Finale - und immer setzten sich die Reusrather durch. "Wir sind durch die Erfolge der Vergangenheit natürlich Mitfavorit. Wir spielen dieses Turnier immer gerne, das macht uns immer Spaß und da ist immer Spektakel", sagt SCR-Coach Ralf Dietrich.

Wie gewohnt wird er die Verantwortung am Sonntag aber an SCR-Hallenspezialist Tim Schlüter abgeben, der schon für die letzten beiden Erfolge bei den Stadtmeisterschaften verantwortlich war. "Bei den Stadtmeisterschaften kümmere ich mich traditionellerweise eher um die Getränke", witzelt Dietrich.

Auch die Konstellation in Gruppe B ist interessant: Favorisiert sein sollten eigentlich die drei A-Kreisligisten GSV Langenfeld, Tuspo Richrath und SSV Berghausen, doch mit dem VfB Langenfeld aus der Kreisliga B ist eben auch der Titelverteidiger mit von der Partie.

Mit größeren Ambitionen als im Vorjahr geht auf jeden Fall der GSV Langenfeld in die Partie. Stand damals noch die Rückkehr in die Kreisliga A im Fokus, schafften es die Gravenberger nach dem geglückten Aufstieg bereits in der Hinrunde, sich ein komfortables Polster in Richtung Abstiegszone zu erarbeiten - und können nun alles in die Stadtmeisterschaft investieren. "Wir sind in der Liga aus dem Gröbsten raus und würden so einen Pokal jetzt natürlich auch gerne mitnehmen", sagt GSV-Coach Maik Herr. Mit Vorhersagen hält sich der Trainer aber lieber zurück, schließlich sei seine Mannschaft im Vorjahr neben den Siegern vom VfB Langenfeld ein gutes Beispiel dafür gewesen, dass in der Halle auch die vermeintlich "Kleinen" eine Chance haben: "In der Gruppenphase haben wir damals Berghausen und Reusrath geschlagen und sind mit der vollen Punkteausbeute ins Halbfinale eingezogen."

Ob sich auch in diesem Jahr erneut ein David gegen die vielen Goliaths durchsetzen kann, wird sich am Nachmittag zeigen: Ab 16.15 Uhr beginnen die Halbfinals, das Endspiel ist auf 17.30 Uhr terminiert.

Quelle: RP
 
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