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Langenfeld will wieder in die Bundesliga

Lokalsport: Langenfeld will wieder in die Bundesliga
Eckpfeiler: Przemsylaw Wacha war rechtzeitig vom Turnier in den Niederlanden (Dutch Open) zurück und konnte Langenfeld unterstützen. FOTO: Ralph Matzerath
Langenfeld. Der Badminton-Zweitligist liegt nach dem 7:1 gegen den BV RW Wesel und dem 6:2 gegen BW Wittorf mit 6:0 Punkten an der Tabellenspitze. Auch finanziell fühlt sich der Verein inzwischen für eine Rückkehr in die höchste Klasse gerüstet. Von Dorian Audersch

Nach drei Siegen aus den ersten drei Spielen kann Teamsprecher Philipp Wachenfeld das Saisonziel des Badminton-Zweitligisten FC Langenfeld (FCL) irgendwie amtlich verkünden. "Wenn es aus sportlicher Sicht möglich ist, wollen wir aufsteigen", sagt er. Dann fügt Wachenfeld hinzu: "Diesmal wirklich." In den vergangenen beiden Spielzeiten hatte der Verein auf den Sprung in die Erstklassigkeit verzichtet. Ein Grund dafür waren fehlende Sponsoren und damit fehlende Mittel für die höchste deutsche Klasse. Das ist nun anders und zudem intern abgestimmt, wie Wachenfeld betont: "Die Rahmenbedingungen sind gegeben."

Der Grund für das deutlich selbstbewusstere Auftreten der Langenfelder sind die Ergebnisse des jüngsten Doppel-Spieltages. Nach dem 5:3-Auftaktsieg beim TV Emsdetten gewann die Mannschaft nun mit 7:1 gegen den BV RW Wesel und mit 6:2 gegen BW Wittorf. "Das ist ein sensationelles Ergebnis", findet Wachenfeld, "das waren sehr wichtige Punkte in sehr schwierigen Spielen, die uns sogar ein kleines Polster gebracht haben." Der FCL ist Erster (6:0 Punkte) vor dem STC BW Solingen (4:2) und dem Auftaktgegner Emsdetten (3:3).

Die Partie gegen Wesel lief insgesamt fast reibungslos für die Gastgeber. Lediglich das neue erste Herren-Doppel mit Przemyslaw Wacha und Wachenfeld ging verloren - beim 10:21, 21:19, 22:24 ganz knapp. Ansonsten zeigte sich der FCL durch die Bank von seiner besten Seite. Fabienne Köhler und Jeanine Cicognini gewannen das Damen-Doppel, ehe die Schweizerin auch im Einzel die Oberhand behielt. Wachenfeld profitierte im Einzel gegen den Thorsten Hukriede unter anderem davon, dass der Ex-Langenfelder wegen einer Schulterverlertzung aufgeben musste.

Stark trumpfte Youngster Samuel Hsiao auf, der für den erkrankten Sven Eric Kastens ins zweite Einzel aufrückte. Der FCL-Talent bezwang Marco de Jager vergleichsweise sicher (21:18, 21:18). "Das war schon stark. Aber was Samuel am Sonntag gezeigt hat, war sensationell", findet Wachenfeld. Gemeint war das Einzel von Hsiao gegen Rafal Hawel, der als einer der stärksten Spieler der 2. Liga gilt. Hsiao hatte mit dem erfahrenen Kontrahenten wenig Mühe - 21:14, 21:12.

Eine der beiden Niederlagen gab es am zweiten Tag gegen Wittorf im Mixed, das Wacha und Köhler verloren (17:21, 12:21). Zu der ungewohnten Mischung war es erst gekommen, weil Wachenfeld im dritten Herren-Einzel aushalf - das er nach einem harten Kampf in drei Sätzen für Langenfeld nach Hause brachte (19:21, 21:15, 21:15).

Geschlagen geben mussten sich Maxime Moreels und Johannes Szilagyi im zweiten Herren-Doppel (16:21, 22:20, 17:21). Ansonsten lief vieles rund für Langenfeld, das in der Vergangenheit mit Wittorf durchaus einige Mühe hatte. "Jetzt ist es natürlich unser Ziel, diese gute Serie so lange wie möglich fortzusetzen", betont Wachenfeld, "der nächste Doppelspieltag ist in 14 Tagen. Das sind zwei harte Brocken, aber wir haben gezeigt, dass wir uns nicht zu verstecken brauchen."

Am 24. Oktober (14 Uhr) geht es zum Tabellenzweiten SG EBT Berlin und am 25. Oktober (14 Uhr) zum Sechsten BV Gifhorn. Dort gibt es dann wohl auch ein Wiedersehen mit der ehemaligen Langenfelderin Fabienne Deprez, die am Ende der Saison 2013/2014 zum damaligen Regionalligisten gewechselt war.

Quelle: RP
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