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Lokalsport
Langenfelder Zweite startet mit Verspätung ins Ungewisse

Langenfeld. Der Handball-Verbandsligist sucht vor der Premiere gegen den HSV Dümpten noch nach seinem Standort. Von Moritz Löhr

Die Freude des Handball-Verbandsligisten SG Langenfeld II (SGL) auf den Saisonstart war groß - doch dann wurde das Match gegen den TuS Wermelskirchen kurzfristig abgesagt, weil die Stadt die Halle des Auftaktgegners gesperrt hatte (Mängel an der Decke). Langenfelds Trainer Frank Holzweißig kam die Zwangspause gar nicht recht - und er beobachtete, wie die Spannung im Team deutlich abfiel.

"Das ist ja völlig normal", erklärt der Coach, "wenn du die gesamte Vorbereitung auf diesen einen Termin hinfieberst und der dann kurz zuvor abgesagt wird, ist die Ernüchterung groß." Die größte Herausforderung war es daher, die Spieler möglichst schnell wieder auf hundert Prozent zu bringen.

Im verspäteten Saisonstart sieht er einen Grund dafür, warum sein Fazit nach einer rund zwei Monate langen Vorbereitung nur "mittelmäßig" ausfällt. Der neue Coach (Nachfolger von Dennis Werkmeister/jetzt erste Mannschaft) hatte nur selten den gesamten Kader zusammen - was allerdings vorher klar gewesen sein dürfte.

"Es haben sich noch nicht die typischen Hierarchien herausgebildet", erklärt Holzweißig. Er ist jedoch überzeugt, dass dies nun in der Anfangsphase der neuen Serie passieren wird. Unter dem Strich wissen die Langenfelder trotzdem ziemlich wenig über sich selbst. Holzweißig: "Ich habe keine Ahnung, wo diese Mannschaft steht."

Weil er die gleichen Worte bereits unmittelbar nach dem Trainingsauftakt Anfang Juli verwendete, ist ein konkreter Ausblick auf die Saison kaum möglich. Wermelskirchen wäre für Holzweißig "ein toller Gradmesser" gewesen. Umso ärgerlicher ist es aus seiner Sicht, dass die Partie nun zu einem anderen Zeitpunkt (steht bisher nicht fest) nachgeholt werden muss.

Die heute (18.15 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium) auf dem Programm stehende Partie gegen den Aufsteiger HSV Dümpten wird für den Coach eine schwierige Aufgabe: "Die sind es gewohnt, zu gewinnen, und haben sich zusätzlich gut verstärkt." Außerdem beeindruckte ihn der Auftaktsieg des HSV gegen den Kettwiger SV (23:18). Weitere Skepsis kommt beim Blick auf die personelle Situation auf, denn Frederic König, Jonas Kühl, Tobias Justen und Max Guggenmos werden fehlen. Die Vorzeichen könnten insgesamt besser stehen.

Quelle: RP
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