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Handball
Langenfelds Höhenflug soll weitergehen

Langenfeld. Die Handballer haben nach drei Partien in Folge Geschmack am Auftritt in fremden Hallen gefunden. Der Oberliga-Zweite plant nun beim Verfolger ART Düsseldorf den nächsten Coup. Von Moritz Löhr

Man merkt Dennis Werkmeister die Vorfreude an. Genau 20 Tage nach dem Ende der Hinrunde steht für den Handball-Oberligisten SG Langenfeld (SGL) auch schon der Start ins neue Jahr auf dem Plan. "Wir haben alle richtig Bock", sagt der Langenfelder Trainer mit Blick auf den Dritten ART Düsseldorf, der die zweitplatzierten Langenfelder morgen Abend (17.30 Uhr) zum Topspiel empfängt.

Die für andere Sportarten sehr kurze Winterpause war dem Trainer schon lang genug. Nach dem letzten Ligaspiel vier Tage vor Heiligabend (29:23 bei der DJK Unitas Haan) machten Spieler wie Trainer bis zum neuen Jahr komplett Pause, um sich anschließend auf Düsseldorf vorzubereiten. "Letztlich lief alles wie immer, nur dass wir eine Woche mal komplett entspannen konnten", berichtet Werkmeister. Ein Training zwischen den Jahren hätte für den Coach keinen Sinn ergeben, da sich der eine oder andere seiner Jungs im Urlaub befand.

Die gute Nachricht dabei: Als Werkmeister zu Beginn dieser Woche sein Team zur ersten Einheit einberief, waren alle Spieler an Bord. Lediglich der seit längerer Zeit verletzte Rechtsaußen Tim Schickhaus muss weiterhin passen. Er laboriert an einem Fingerbruch und musste kurz vor Weihnachten sogar operiert werden. "Schicki wird uns mindestens noch vier Wochen fehlen", glaubt sein Trainer. Die zuletzt angeschlagenen Dustin Thöne und Ronny Zimmermann nutzten die Pause hingegen und meldeten sich im Training zurück.

Gute Voraussetzungen, die es für ein Erfolgserlebnis in Düsseldorf wohl auch braucht. Denn der ART bestach zuletzt mit einer sehr starken Form und versetzte auch Werkmeister ins Staunen. "Ich habe sie mehrmals gesehen in dieser Saison. Insbesondere die Leistung im letzten Spiel gegen den Bergischen HC war beeindruckend", sagt der SGL-Trainer. Für ihn ist die morgige Begegnung ganz klar richtungsweisend: "Wenn wir uns in Düsseldorf behaupten können, traue ich uns zu, noch längere Zeit dort oben mitzumischen."

Dass Langenfeld dort steht, wo es steht, hat es sich hart erarbeitet. Insbesondere gegen Ende der Hinserie zeigte die SGL konstant starke Leistungen - gekrönt mit dem Erfolg im Amateurpokal. "Die Mannschaft hat sich im Laufe der Saison sehr gut entwickelt", erkennt auch Werkmeister, der zu Beginn der Saison ins Traineramt des Oberliga-Teams gehoben worden war.

Sein erstes Ligaspiel als Coach verfolgte er damals - logischerweise - auch gegen den ART Düsseldorf. Allerdings spielt das 24:24 aus dem September für den Trainer praktisch gar keine Rolle mehr. "Die beiden Spiele werden nichts miteinander zu tun haben, weil sich die Düsseldorfer Mannschaft komplett verändert hat." Der ART verstärkte sich mit einem ehemaligen Bundes- und Zweitligaspieler und hat seit mehreren Wochen zudem einen neuen Trainer.

Die mittlerweile bereits vierte Auswärtspartie in Folge wird für die SGL also bei weitem keine einfache, auch wenn die vielen fremden Hallen dem Team zuletzt lagen. Nachdem es in dieser Saison auswärts zunächst weniger gut lief, steigerte sich das Werkmeister-Team beständig. Wettbewerbsübergreifend gewannen die Langenfelder die vergangenen drei Auswärtsbegegnungen. Im Idealfall soll morgen der nächste Sieg folgen.

Quelle: RP
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