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Langenfelds Kapitän ist ein junger Erfahrener

Lokalsport: Langenfelds Kapitän ist ein junger Erfahrener
Vincent Preisegger (Mitte) freut sich über die vielen jungen Mitspieler: "Sie bringen frischen Wind in die Mannschaft." FOTO: Ralph Matzerath
Langenfeld. Vincent Preisegger ist selber erst 29 Jahre alt - seine Mitspieler sind alle jünger. Die "Wild Boys" spielen morgen (20 Uhr) in Essen. Von Moritz Löhr

Dass die SG Langenfeld (SGL) ihre Mannschaft zu dieser Saison stark verjüngt hat, lässt sich auch am erfahrenen Vinzenz Preissegger festmachen. Obwohl sich der Kapitän mit 29 Jahren im besten Handballer-Alter befindet, ist er der älteste Spieler im Team des Regionalligisten. "So kann es laufen", sagt der Linksaußen lachend, ehe er etwas ernster betont: "Aber der Umbruch des Sommers war nötig."

Nach dem Abstieg aus der 3. Liga stießen sieben neue Spieler in die Langenfelder Mannschaft. "Wir mussten uns alle aneinander gewöhnen", gibt der gut gelaunte Preissegger offen zu. Mittlerweile habe sich die Truppe aber zusammengefunden. Die jungen Neuzugänge würden frischen Wind zu den Grün-Weißen bringen, sagt der Handballer. Acht Siege aus neun Spielen sind der beeindruckende Beleg für den derzeitigen Lauf der Langenfelder.

"So einen guten Start hätten wir uns nicht erträumen können", betont der Rechtshänder. Zu Saisonbeginn lief es spielerisch nach Meinung des Spielführers noch nicht hundertprozentig rund. "Einige Spiele hätten wir mit Blick auf unsere Leistung sicherlich auch verlieren können", sagt Preissegger, "da hatten wir etwas Glück."

Der Linksaußen macht zugleich eine geschlossene Mannschaftsleistung für den derzeitigen Erfolg verantwortlich. Preissegger: "Wir treten als Team auf. Wichtig ist, dass die Neuen viel Motivation mitbringen." Auch Trainer Jurek Tomasik habe andere Ansätze als sein Vorgänger Dennis Werkmeister, dessen Amt er zum Saisonbeginn übernahm. Der ehemalige polnische Nationalspieler ist bereits der vierte Coach, unter dem der Langenfelder Kapitän während seiner Station bei der SGL spielt.

"Jeder Trainer ist anders. Wir spielen in dieser Saison zum Beispiel deutlich mehr über die Breite und versuchen, unser gesamtes Spiel individueller zu machen", sagt Preissegger. In der vergangenen Saison war das anders, als das Spiel vor allem auf den starken Tim Menzlaff (mittlerweile beim Leichlinger TV) ausgerichtet war.

Aufgrund des überzeugenden Starts gehen die "Wild Boys" am Sonntag (20 Uhr) bei TuSEM Essen II als Favorit in die Begegnung. Dass sie keinen Gegner unterschätzen dürfen, zeigte die bisher einzige Pleite gegen den damals Tabellenletzten HSG Neuss/Düsseldorf II (23:26). Daher werde die Mannschaft auch die auf Platz zwölf liegenden Essener ernst nehmen, betont der erfahrenste SGL-Spieler.

Er weiß, dass die von Verletzungssorgen geplagte Mannschaft in jedem Spiel an die Grenze kommen muss, um erfolgreich zu sein. Im Laufe der Saison könnte das irgendwann auch einmal anders aussehen: "Es wird super schwer, am Ende mit da oben zu stehen." Hilfreich sei aber, dass niemand im Verein den sofortigen Wiederaufstieg in die 3. Liga erwarte. Preissegger und seine Teamkollegen macht das glücklich: "Das nimmt uns als Mannschaft natürlich den Druck. Das ist gut so."

Reserve Die zweite Mannschaft der Langenfelder tritt am Sonntag nahezu parallel zur "Ersten" an. Ab 19 Uhr gastiert das Team von Trainer Olaf Schulz beim Ohligser TV in der 2. Runde des Kreispokals.

Quelle: RP
 
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