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Langenfelds Zweite gewinnt packenden Handball-Krimi

Handball: Langenfelds Zweite gewinnt packenden Handball-Krimi
Hinein ins Glück: Phillip Ißling (mit Ball) erzielte kurz vor Schluss das spektakuläre letzte Tor zum Langenfelder 29:28-Sieg. FOTO: Ralph Matzerath
Langenfeld. Der Verbandsligist traf im Spiel gegen Mettmann-Sport auf den allerletzten Drücker zum knappen 29:28-Erfolg.

Das Finale war irre und der Höhepunkt in einem Spiel, das eigentlich keinen Sieger verdient hatte. Der Handball-Verbandsligist SG Langenfeld II (SGL), und der Zweite Mettmann-Sport lieferten sich zum Abschluss des Jahres einen Krimi, den Langenfeld in einer Millimeter-Entscheidung mit 29:28 (15:13) gewann. Niemand konnte sich entscheidende Vorteile erarbeiten und keiner gab einen Millimeter preis. Dann ging es beim 28:28 in die letzte Minute, in der die freien Dennis Werkmeister und Phillip Ißling zunächst für Langenfeld eine Doppelchance vergaben.

Genau 26 Sekunden vor dem Ende nahm Mettmanns Coach Jürgen Tiedermann eine letzte Auszeit und ein Happy End für die Gäste wurde tatsächlich möglich. Als noch zehn Sekunden zu spielen waren, kam Christian Kruse frei zum Wurf - und er scheiterte am Pfosten. Anschließend ging bei den Hausherren die Post ab. Im Eilverfahren landete der Ball bei Phillip Ißling, der das Spielgerät keine zwei Sekunden vor der Schluss-Sirene über die Linie bugsierte - 29:28 (15:13).

Ein Eckpfeiler des Erfolges war der aus dem Oberliga-Kader ausgeliehene Torhüter Tobias Hanke, der zahlreiche Klasse-Paraden zeigte und später trotzdem wenig davon wissen wollte: "Ich denke, es war ganz okay." Nicht nur seiner Ansicht nach bot die SGL-Zweite einen leidenschaftlichen Kampf - vor allem mit der mutigen Taktik einer extrem offensiv ausgerichteten Abwehr, die Mettmanns Rückraum viel von seiner Wirkung nahm. Weil beide Seiten immer voll aufs Tempo drückten, entwickelte sich ein Abend mit höchstem Unterhaltungwert - 4:2 (8.), 4:5 (12.), 8:8 (21.), 12:9 (26.), 15:13 (30.), 18:16 (35.), 19:19 (39.), 23:20 (46.), 25:23 (51.), 26:26 (55.), 27:27 (56.), 28:28 (59.), 29:28 (60.).

Langenfeld zeigte, dass es mittlerweile endgültig in der Saison angekommen ist. Nch 2:10 Zählern gab es 8:2 Zähler aus den folgenden fünf Spielen, sodass die SGL-Zweite nun als Achter mit 10:12 Zählern in die kurze Pause über Weihnachten und Neujahr geht. Trainer Frank Holweißig sieht die Entwicklung mit Genugtung - und mahnt direkt zur Wachsamkeit: "Das war heute eine Leistung mit 120 Prozent. Insgesamt sehe ich bei uns aber noch Luft nach oben." Das irre Finale hat er damit sicher nicht gemeint.

SGL II: Müller, Hanke - Ißling (4), Heider (5), Guggenmos, Wiebenga, Schlossmacher (5), Klimke (2), Reinders, Klaudius (1), Hambrock (5), König (4/1), Werkmeister (3), Fischer,

(mid)
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