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Lokalsport
Langenfelds Zweite spielt gut - aber für einen Sieg noch nicht gut genug

Langenfeld. Beim favorisierten Zweiten TuS Lintorf wäre für den Handball-Verbandsligisten ohne den frühen Sechs-Tore-Rückstand vielleicht etwas mehr drin gewesen. Von Moritz Löhr

Der Start ins neue Jahr ist missglückt. Der Handball-Verbandsligist SG Langenfeld II (SGL) verlor beim TuS Lintorf mit 25:30 (11:17) und verpasste so die Gelegenheit, einen unerwarteten Big Point einzufahren. Der wäre aus Sicht der Langenfelder zwar möglich gewesen, doch insgesamt stellten die Hausherren die bessere Mannschaft. "Wir haben eine sehr gute Leistung gezeigt, aber wenn du hier etwas mitnehmen willst, muss alles zusammenlaufen", sagte SGL-Trainer Frank Holzweißig, dessen Team sich nach einem schwachen Saisonstart gefangen hat und inzwischen im Mittelfeld der Tabelle angesiedelt ist (10:14 Punkte).

Für die SGL passte eben nicht alles zusammen - was bereits in den ersten Minuten begann, als Lintorf einen Blitzstart hinlegte. "Mit deren Tempo kamen wir in der Deckung erst gar nicht zurecht", berichtete Holzweißig, der schnell einen deutlichen Sechs-Tore-Rückstand registrieren musste. Erst anschließend bekam Langenfeld langsam einen Zugriff auf die Partie.

Die Vorsprung des Tabellenzweiten schrumpfte - auch deshalb, weil jetzt die Deckung der SGL besser funktionierte. Vorne zeigte sich Rückraumspieler Tobias Kolletzko als zuverlässiger Werfer, der Langenfeld bis auf drei Tore heranführte. Die gute Phase half später aber nicht mehr, weil wieder etwas gegen die Pläne der Gäste lief.

Philipp Ißling (37.) und Steffen Hambrock (39.) wurden mit der glatten Roten Karte des Feldes verwiesen - Ißling wegen eines Schlages ins Gesicht und Hambrock (hatte bereits zwei Zeitstrafen auf dem Konto), weil er einen Tempogegenstoß des TuS nach Meinung der Schiedsrichter regelwidrig unterband. "Ich hätte beide Karten so nicht gegeben. Die Stimmung in der Halle war sehr aufgeheizt, vielleicht haben sich die Schiedsrichter etwas beeinflussen lassen", meinte Holzweißig. Allerdings habe er auch Entscheidungen zugunsten der Langenfelder gesehen, die er als "fragwürdig" einschätze.

Ohne Spielmacher Hambrock und Kreisläufer Ißling gab es vorne keine personelle Alternative mehr, weil Henrik Heider und Jonas Kühl parallel bei der ersten Mannschaft in der Oberliga im Einsatz waren. "Die Jungs haben das trotzdem gut gemacht. Ich hatte bis zum Ende das Gefühl, dass wir vielleicht doch etwas mitnehmen können", sagte Holzweißig, der grundsätzlich zufrieden war. Ein Grund: Langenfeld entschied den zweiten Abschnitt ergebnistechnisch sogar für sich.

Die Leistung macht dem Trainer zudem Mut fürs Spiel gegen den Tabellenführer SG Überruhr (Samstag, 19.30 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium). "Ich habe die Punkte noch nicht abgeschrieben", betont der Coach angriffslustig.

SG Langenfeld II: Jahn, Müller - Ißling, Kolletzko (9), Guggenmos (1), Wiebenga (1), Schlossmacher (1), Klimke, Klaudius (1),Hambrock (3), König (6), Fischer (3).

Quelle: RP
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