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Volleyball
Leitfigur: Warum ohne Diana Kiss wenig geht

Volleyball: Leitfigur: Warum ohne Diana Kiss wenig geht
Dynamisch: Die Erfahrung und die spielerische Klasse von Diana Kiss (rechts) sind für Langenfelds Volleyballerinnen extrem wertvoll. Ohne die Mannschaftsführerin wäre der Klassenerhalt vielleicht gar nicht gelungen. FOTO: Ralph Matzerath (ARCHIV)
Langenfeld. Hinter den Volleyballerinnen der SG Langenfeld liegt eine Zittersaison in der 3. Liga. Der Klassenerhalt gelang erst am letzten . Spieltag. Das Team musste sich nach dem Abgang von Zuspielerin Meike Schürholz neu sortieren. Wichtige Stützen waren häufig verletzt. Von Fabian Schmitt

Vor rund sechs Monaten versprühte Michael Wernitz noch einen ausgeprägten Optimismus. Nach Ansicht des erfahrenen Trainers sollten die Drittliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) in der anstehenden Saison 2014/2015 einen Platz im oberen Tabellendrittel anpeilen. Doch letztlich entwickelten sich die Dinge ganz anders - und die SGL musste sogar bis zum Ende der Serie um den Klassenerhalt bangen. Erst ein 3:1 am letzten Spieltag brachte die Entscheidung, so dass Langenfeld als Achter mit 21 Punkten den Abstieg letztlich doch abwenden konnte. Die Runde verlief insgesamt aber weder nach dem Geschmack des Trainers noch nach dem eigenen Anspruch der Volleyballerinnen. "Wir hatten einen guten Kader, und auf persönlicher Ebene war alles super", meint etwa Spielführerin Diana Kiss, "der Saisonverlauf war allerdings nicht positiv."

Eine der Ursachen für die lange Talfahrt war der unglückliche Start in die Saison, als Langenfeld seine ersten vier Partien verlor und sich bereits da mit dem Thema Abstieg beschäftigen musste. Wernitz' Mannschaft gelang es anfangs nicht, den Abgang der wichtigen Zuspielerin Meike Schürholz zum Zweitligisten Marmagen-Nettersheim zu kompensieren. Das Team musste sich erst einmal auf die Spielweisen des sehr talentierten Neuzugangs Lisa Bartsch und von Canan Sahin einstellen. "Eine Umstellung auf dieser wichtigen Position führt immer zu Abstimmungsproblemen", sagt der SGL-Coach.

Langenfeld deutete oft an, dass es hohes Potenzial hat, aber oft hielt es sein Niveau nicht über ein gesamtes Spiel aufrecht. Die Folge: Die SGL gab in der Hinrunde mehrere Partien nach einer 2:0-Führung noch aus der Hand und verlor insgesamt vier Mal mit 2:3. "Wir zeigten nie über mehr als zwei Sätze eine gute Leistung. Mit der Zeit konnte sich der Gegner auf uns einstellen. Das hat ihm dann in die Karten gespielt und er wurde stärker", räumt Kiss ein. Die negativen Erlebnisse kratzten am Selbstvertrauen. Und dadurch wurde die Leistungsfähigkeit der Volleyballerinnen weiter beeinträchtigt.

Anschließend gelang es über weite Strecke einfach nicht, jene Talfahrt vollständig zu stoppen, weil unverzichtbare Faktoren für den Erfolg fehlten. Wichtige Kräfte waren häufig angeschlagen - wie Spielführerin Kiss selber. Für Wernitz war das ein besonders großes Hindernis: "Dianas Verletzung war sicher ein harter Schlag für uns. Sie kann der Mannschaft mit tollen Leistungen helfen und ist eine Leitfigur, die andere Spielerinnen mitreißt."

In den beiden letzten Saisonspielen wendete die SGL das Blatt dann noch auf beeindruckende Art und Weise. Langenfeld bezwang sowohl den SV Bad Laer als auch Fortuna Bonn jeweils mit 3:1 - und schaffte dadurch den Sprung ans rettende Ufer. Zuspielerin Bartsch war jetzt immer besser integriert. "Dazu war Canan Sahin eine gute Alternative", lobt Wernitz. Außerdem stand Diana Kiss wieder zur Verfügung und und übernahm prompt viel Verantwortung. Die SGL konnte dann im letzten Moment den Klassenerhalt erreichen, doch das Saisonziel verfehlte sie. Immerhin wahrten die Langenfelderinnen die Chance, es in der nächsten Saison in der 3. Liga West besser machen.

Quelle: RP
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