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Letzter: Der Aufsteiger sucht den Erfolg

Lokalsport: Letzter: Der Aufsteiger sucht den Erfolg
Schlagfertig: Philipp Wachenfeld will mit dem FC Langenfeld weiter alles geben. FOTO: Ralph Matzerath (Archiv)
Langenfeld. Der Badminton-Bundesligist FC Langenfeld hatte gegen den TSV Trittau nicht seinen kompletten Kader an Bord und bei der 1:6-Niederlage auch keine Chance. Die Hoffnungen im Abstiegskampf richten sich schon auf die Rückrunde. Von Michael Deutzmann

Der FC Langenfeld (FCL) braucht seine beste Aufstellung und die beste Form aller Spieler, um in der Badminton-Bundesliga zu bestehen. Im Heimspiel gegen den TSV Trittau aus Schleswig-Holstein war weder das eine noch das andere der Fall - und deshalb war die 1:6-Niederlage keine ganz große Überraschung. Aufsteiger Langenfeld findet auf seinem Konto weiter nur den einen Zähler vom Saisonstart, als es die 3:4-Niederlage beim Mit-Aufsteiger TSV Freystadt gab. Der Vorletzte Freystadt und der Drittletzte TSV Neuhausen-Nymphenburg (jeweils fünf Zähler) sind die Teams, an denen sich der FCL für den weiteren Abstiegskampf orientiert. Die Gegner ab Rang sieben (1. BV Mülheim/acht Punkte) werden nicht mehr erreichbar sein.

Gegen Trittau fehlten bei den Herren Johannes Szilagyi (dienstliche Gründe) und Spitzenspieler Maxime Moreels. Der Belgier spielt derzeit eine Turnierserie in Afrika, sodass der FCL fürs erste Herren-Einzel eine andere Idee brauchte. Die schwierige Aufgabe gegen den Schweden Mikael Westerbäk übernahm Samuel Hsiao (17), der eigentlich Bundesliga-Erfahrung im zweiten Einzel sammeln soll. "Er hat eine super Leistung gezeigt", lobte Teamsprecher Philipp Wachenfeld. Beim 9:11, 8:11, 9:11 wäre mit etwas mehr Glück sogar ein günstigeres Ergebnis für möglich gewesen.

Hsiao war trotzdem am einzigen Punkt des FCL beteiligt, weil er mit Erfolg für den Doppel- und Mixed-Spezialisten Szilagyi einsprang. Wachenfeld/Hsiao gewannen das spannende zweite Herren-Doppel in fünf Sätzen mit 5:11, 11:5, 7:11, 11:7 und 12:10 gegen Jonathan Persson/Milosz Bochat. Wachenfeld war begeistert: "Das hat er echt sehr gut gemacht. Wir haben uns diesen Ehrenpunkt redlich verdient."

Etwas mehr hatten sich die Gastgeber dafür im ersten Herren-Doppel erhofft, das Woijciech Szkudlarczyk/Igor Cimbur verloren. Insgesamt bescheinigte Teamsprecher Wachenfeld dem Team jedoch trotz der deutlichen Niederlage eine ordentliche Leistung: "Dafür, dass wir so geschwächt waren, haben wir uns gut präsentiert."

Obwohl Moreels als Nummer eins am Doppel-Spieltag (17./18. Dezember) gegen den Fünften 1. BC Beuel und beim Ersten 1. BC Saarbrücken Bischmisheim wieder zur Verfügung stehen wird, richtet Langenfeld seinen Blick schon jetzt auf das kommende Jahr. "Unser Hauptfokus liegt auf dem 21. und 22. Januar", betont Wachenfeld, "wir werden dann mit aller Macht versuchen, die rote Laterne abzugeben." In den beiden Heimspielen gegen Neuhausen-Nymphenburg und Freystadt wird tatsächlich die Entscheidung darüber fallen, ob Langenfeld noch an den Klassenerhalt denken darf. Dazu muss der FCL am Ende mindestens einen der beiden Kontrahenten hinter sich gelassen haben, um dann als Neunter an einer Relegation mit den beiden Zweitliga-Meistern teilzunehmen, Der Aufsteiger könnte es schaffen - in der besten Besetzung und mit der besten Form aller Spieler.

Quelle: RP
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