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Lokalsport
Longhorns fühlen sich wohl in der Rolle des Außenseiters

Langenfeld. Die Langenfeld Longhorns wollen in der Zweiten Bundesliga Nord (GFL 2) nach zwei Niederlagen wieder zurück in die Erfolgsspur finden. Nach dem furiosen Start und dem 57:27-Sieg gegen die Paderborn Dolphins verlor der Aufsteiger bei den Bonn Gamecocks sowie gegen die Rostock Griffins jeweils mit 19:38. Runningback Daniel Berg sah neben dem Ergebnis einige andere Parallelen in den beiden Auftritten: "Wir standen uns in beiden Spielen selbst im Weg. Klar sind die Mannschaften in der GFL 2 alle gut und nutzen jeden Fehler aus. Aber die Niederlagen waren unnötig, weil wir bestimmt nicht die schlechtere Mannschaft waren."

Morgen (15 Uhr, Stadion VfL Benrath) wartet auf Langenfeld die hohe Hürde bei den Düsseldorf Panthern. Der mehrmalige Deutsche Meister und Eurobowl-Sieger ging als großer Favorit in die Saison und stellte seine Stärke nach anfänglichen Schwierigkeiten zuletzt auch unter Beweis. "Wir sind immer im Stande, jeden Gegner zu schlagen. Von daher sind wir nicht hoffnungslos, auch wenn wir eindeutig die Außenseiterrolle innehaben. Aber in der Rolle fühlen wir uns ja grundsätzlich wohl", sagt Longhorns-Headcoach Michael Hap.

Daniel Berg rechnet ebenfalls mit einer schwierigen Aufgabe. "Die Panther spielen einen richtig guten Ball und haben dazu die Fans im Rücken. Das wird eine ganz harte Nummer", glaubt der Teamkapitän der Longhorns. Handicap: Gegen die laufstarken Düsseldorfer muss Langenfeld noch ohne seinen wichtigen Verteidiger Kilian Rendel auskommen. Der Linebacker kassierte im Spiel gegen Rostock wegen eines Tacklings gegen den Helm des Gegners einen Platzverweis (Ejection) und ist gegen die Panther gesperrt. "Seinen Ausfall werden wir spüren, wir hätten Kilian gut gebrauchen können", vermutet Berg.

Insgesamt müssen die Longhorns derzeit ohnehin bis über die Schmerzgrenze hinaus gehen, denn sieben Auftakt-Spiele innerhalb von nur sieben Wochen sind in einem derart körperbetont geführten Sport wie Football eine echte Tortur. Grund für die straffe Spielplangestaltung: Der Rasen des Stadions an der Jahnstraße benötigt eine sechswöchige Regenerationsphase - und dann können darauf keine Heimspiele der Longhorns stattfinden. "Das ist für uns mit unserem dünnen Kader ein Wettbewerbsnachteil", erklärt Hap, dem dafür immerhin das schlimmste personelle Szenario erspart bleibt: Quarterback Joey Sanchez, angeschlagen aus der Partie gegen Rostock hervorgegangen, gab rechtzeitig Entwarnung. Der US-Amerikaner ist fürs Spiel in Düsseldorf an Bord.

(mroe)
 
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