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Lokalsport
Longhorns verlieren erst nach der Pause

Langenfeld. Der Football-Zweitligist spielte beim 10:31 gegen die Potsdam Royals in den beiden ersten Vierteln auf Augenhöhe. Ab dem 7:24 war die Partie gelaufen, Headcoach Michael Hap aber insgesamt mit der Leistung trotzdem sehr zufrieden. Von Martin Römer

Die Langenfeld Longhorns mussten sich im Heimspiel der Zweiten Football-Bundesliga (GFL 2) gegen den Tabellenführer Potsdam Royals mit 10:31 (7:7) geschlagen geben. Für die Longhorns war es nach dem Auftaktsieg gegen die Paderborn Dolphins (57:27) bereits die vierte Niederlage hintereinander und der Aufsteiger bleibt Tabellenletzter (2:8 Punkte). Hoffnung machte den Langenfeldern allerdings, dass sie gegen den hohen Favoriten über die gesamte Spielzeit mithalten konnten. "Das war heute ein offenes Spiel, wir haben auf Augenhöhe agiert. Darauf bin ich sehr stolz", sagte Longhorns-Headcoach Michael Hap, den erneut große Personalprobleme plagten.

Die mit einem größeren Budget ausgestatteten Brandenburger hatten sich vor der Saison massiv verstärkt - und brachten ihr hohes Potenzial gleich im ersten Viertel bei der 7:0-Führung auf den Platz. Der im Frühjahr aus den USA verpflichtete Quarterback Zach Shaw bediente mit einem Pass den dänischen Nationalspieler Frederik Myrup Nielsen (aus Kopenhagen nach Potsdam gewechselt).

Die Gastgeber setzte dieser internationalen Klasse ihre bekannten Qualitäten entgegen und kam durch einen Lauf von Runningback Daniel Berg zum 7:7-Ausgleich. Im zweiten Viertel tat sich dann nicht sehr viel - und der Ballgewinn des Langenfelder Verteidigers Thomas Knauer war noch ein Höhepunkt. Knauer konnte einen Pass von Shaw abfangen und so einen vielversprechenden Angriff der Gäste beenden. Insgesamt funktionierte das Longhorns-Spiel bis dahin sehr gut. Vor allen Dingen Runningback René Weile stach heraus (lief am Ende immerhin 127 Yards).

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kippte die bis dahin enge Auseinandersetzung dann plötzlich zugunsten der Royals. Longhorns-Quarterback Carsten Schumacher, der sich diesmal mit dem US-Amerikaner Joey Sanchez als Spielmacher abwechselte - brachte die Potsdamer mit einem Fehlpass in Ballbesitz. Kein Wunder: Der Tabellenführer wusste die Chance direkt zu nutzen und wiederum war es eine internationale Koproduktion. Quarterback Shaw bediente jetzt den britischen Pass-Empfänger David Saul - 14:7. Den direkten Gegenangriff der Hausherren konnten die Potsdamer stoppen, sodass sie bei ihrem nächsten Angriff erneut zu Punkten kamen. Die Gäste erzielten ein Fieldgoal und zogen auf 17:7 davon.

Zu diesem Zeitpunkt wäre für Langenfeld noch alles drin gewesen. Als aber Shaw und Myrup Nielsen die Longhorns-Defense kurz nach Beginn des letzten Viertels erneut düpierten und von der Mittellinie aus in einem Zug bis in die Endzone vorstießen, war die Partie beim Stande von 24:7 für die Gäste fast gelaufen. Carlo Zimmermann brachte die Hausherren mit einem verwandelten Fieldgoal anschließend noch auf 10:24 heran und ließ beim Außenseiter kurz neue Hoffnung aufkommen. Doch im Gegenzug machten die Royals durch einen weiteren Touchdown endgültig den Sack zu - 10:31. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Longhorns jetzt nicht, denn bereits am nächsten Samstag (15 Uhr) folgt die Partie bei den Rostock Griffins. Das wird eine weitere ganz schwierige Aufgabe, wie Langenfeld alleine beim gerade zwei Wochen zurückliegenden Hinrunden-Duell erkennen musste (19:38).

Quelle: RP
 
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