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Longhorns wollen Wut in Energie verwandeln

Lokalsport: Longhorns wollen Wut in Energie verwandeln
Auf der Suche nach Lösungen: US-Quarterback Joey Sanchez, Headcoach Michael Hap und Offense-Line-Coach Mario Corosidis (von links) haben jetzt erst recht vor, mit den Longhorns die bisher sehr erfolgreich verlaufende Zweitliga-Saison vernünftig zu Ende zu bringen. FOTO: Ralph Matzerath
Langenfeld. Dem Football-Zweitligisten fehlen nach dem Tribünenbrand die Worte. Große Auswirkungen auf die Saison sind unwahrscheinlich. Von Martin Römer

Mitten hinein in die große Freude über das 48:21 gegen die Lübeck Cougars und den fast sicheren Klassenerhalt in der 2. Football-Bundeslga (GFL 2) platzte bei den Langenfeld Longhorns am vergangenen Wochenende die Nachricht, dass die Zuschauertribüne im heimischen Stadion an der Jahnstraße bei einem Feuer zerstört wurde. Und es war nicht nur das, denn die Brandstifter hatten sich zuvor Zugang zu den Garagen der Footballer und der ebenfalls an der Jahnstraße trainierenden Leichtathleten verschafft. Dann verbrannten sie das Equipment unter der Tribüne - die daraufhin ebenfalls Feuer fing. "Wir Longhorns hatten nach der Geschichte das Gefühl, persönlich angegriffen worden zu sein. Zum Glück ist es am Ende des Tages nur ein Sachschaden. Aber wir sind sauer, wütend und traurig. Vor dem nächsten Spiel müssen wir das jetzt wieder ausblenden", sagt Longhorns-Headcoach Michael Hap. Morgen (17 Uhr) tritt er mit seiner Mannschaft bei den Essen Assindia Cardinals an.

Der Verlust der Trainingsutensilien ist für die Footballer mehr als ärgerlich, sollte kurzfristig jedoch keine Auswirkungen haben. Eher könne man die nun fehlenden Utensilien vergleichen mit Slalomstangen im Fußball, findet Hap: "Mittel- und langfristig brauchen wir all diese Dinge schon, aber der Verlust wird jetzt keine Auswirkungen auf die Ergebnisse der nächsten Wochen haben. Die Longhorns hoffen nun, den Ärger über die zerstörte Tribüne in positive Energie umwandeln zu können und so die Erfolgsstory der vergangenen Wochen weiterzuschreiben.

Zuletzt hatten die Langenfelder vier Siege hintereinander erzielt und den Sprung vom letzten auf den dritten Tabellenplatz geschafft. Mit dem weiterem Abstiegskampf werden die Longhorns (10:8 Punkte) vermutlich nichts mehr zu tun haben, doch auf der anderen Seite ist das Spitzenduo aus dem Ersten Düsseldorf Panther (16:2 Zähler) und den Potsdam Royals (14:0) bereits enteilt. An Motivation sollte es den Langenfeldern für die verbleibenden fünf Spiele trotzdem nicht mangeln. "Wir haben weiter Bock ohne Ende. Die Jungs sind motiviert", betont Hap, für dessen Team die Saison 2017 nach dem Aufstieg im vergangenen Jahr weiter ein echtes Erlebnis ist.

Durch einen Sieg bei den auf dem vorletzten Platz geführten Essener könnte Langenfeld den starken Rang drei noch einmal festigen - wobei das Polster nach unten auf den Vierten Rostock Griffins und den Fünften Bonn Gamecocks (beide 6:10 Punkte) bereits jetzt ordentlich ist. Die Favoritenrolle wollen die Longhorns vor dem Spiel in Essen (4:10) dennoch nicht ohne weiteres annehmen. "Tabellarisch sind wir vielleicht der Favorit, aber zwischen Platz drei und acht kann in dieser Liga jeder jeden schlagen. Da kommt es auch auf die Tagesform an. Von daher ist Essen brandgefährlich, zumal sie in einigen Spielen viel Pech hatten", meint Hap.

Quelle: RP
 
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