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LTV: Bouali feiert gegen Lemgos Reserve ein starkes Comeback

Lokalsport: LTV: Bouali feiert gegen Lemgos Reserve ein starkes Comeback
Marcus Bouali war der Erfolgsgarant des Leichlinger TV. FOTO: MISERIUS
Leichlingen. Der 29:27-Sieg der Leichlinger Drittliga-Handballer ist vor allem dem Durchsetzungsvermögen des Linkshänders zu verdanken. Von Thomas Rademacher

Drei Mal in Folge hatte der Leichlinger TV zu Hause nicht gewonnen. Da schien die HSG Lemgo II ein willkommener Gegner zu sein - zumal die Zweitvertretung mit nur fünf Zählern derzeit in den Abstiegsregionen der Dritten Liga beheimatet ist. Doch in Leichlingen hatte die Lemgoer Reserve ein Ass im Ärmel: Weil Dominik Ebner fehlte, schnürte Trainer Matthias Struck selbst die Schuhe. Der ehemalige Bundesligaspieler war kaum zu stoppen. Der LTV gewann dennoch 29:27, weil er seinerseits in Marcus Bouali einen überragenden Akteur in den eigenen Reihen hatte.

Eigentlich wollte Bouali, der aufgrund eines Kreuzbandrisses etwa 15 Monate ausgefallen war, schon auswärts bei GWD Minden II seine ersten Tore werfen, schied aber bereits nach einer guten Minute aufgrund eines schweren Zusammenstoßes aus, bei dem er einen Zahn verlor. Die erneute Verzögerung seines Comebacks schien die Motivation des 24-Jährigen nur weiter zu steigern. Nach fünf Gegentoren in Folge und einem 5:8-Rückstand kam der Rückraumspieler in der 16. Minute erstmals aufs Feld. Gleich der erste Wurf landete im Lemgoer Gehäuse. "Ich war schon etwas nervös", sagte Bouali. "Aber das erste Tor hat dann die Anspannung gelöst. Es hat dann hervorragend funktioniert."

Fünf Mal traf Bouali noch vor der Pause und verkürzte damit den Rückstand auf 12:13 - ein aus Leichlinger Sicht gutes Ergebnis. Schließlich hatten die Gäste in der ersten Hälfte klare Vorteile auf der Torhüter-Position. Mark van den Beucken hielt besser als die LTV-Keeper Mathis Stecken und Carsten Mundhenk. Dieses Defizit glichen die Gastgeber in der zweiten Hälfte aus. Zunächst entschärfte Mundhenk einige Lemgoer Versuche, und in der Schlussphase hatte Stecken großen Anteil an dem Sieg.

Hinzu kam die offensive Durchschlagskraft. Nach Wiederanpfiff versenkte Tim Menzlaff die Kugel nüchtern vier Mal binnen zehn Minuten aus dem Rückraum, indem er per Sprungwurf über Freund und Feind hinweg warf. Im weiteren Spielverlauf lief viel über die rechte Seite. Bouali traf, zog Siebenmeter oder bediente seine Mitspieler. Auch stark: Spielmacher Valdas Novickis nutzte sich bietende Lücken, suchte die Eins-gegen-Eins-Situationen und erzielte wichtige Treffer.

Folgerichtig kippte Spiel in der letzten Viertelstunde zugunsten der Leichlinger. Zwar hielten die Gäste weiter dagegen, konnten aber sogar eine Strafzeit gegen Kreckler zwei Minuten vor Schluss nicht zu ihrem Vorteil nutzen. Lukas Schulz traf zum vorentscheidenden 28:26. Den Schlusspunkt gegen die offene Lemgoer Manndeckung setzte - natürlich - Marcus Bouali. Der war danach freilich glücklich. "Gegen die Lemgoer Besetzung war es für uns schwer. Aber wir haben die ganze Zeit gute Abschlüsse herausgespielt", sagte der neunfache Torschütze und fügte an: "Mein Knie hat keine Probleme gemacht."

LTV Stecken, Mundhenk (16.-47.) - Bouali (9), Novickis (5), Kreckler (4/1), Menzlaff (4), Hansen (3), Hertlein (2), L. Schulz (2), Rachow, M. Schulz, Feuchtmann, Munkel, Lange.

Quelle: RP
 
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