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Lokalsport
LTV: Niederlage im Pokal - und die nächste Hiobsbotschaft

Leichlingen. Gegen Bietigheim gab es das erwartete Aus im DHB-Pokal. Schlimmer wiegt aber der Muskelfaserris von Carsten Lange. Von Moritz Löhr

Die Reise nach Baden-Württemberg endete ohne Erfolg, allerdings hatte der Handball-Drittligist Leichlinger TV das bereits erwartet. "Ich sehe das Spiel mehr als Test", sagte Trainer-Manager Frank Lorenzet vor der langen Reise zum Vierer-Turnier im DHB-Pokal. Zu angeschlagen war seine Mannschaft, die gegen den favorisierten Zweitligisten SG BBM Bietigheim 31:36 (15:16) verlor und schon am Samstag die Heimreise ins Bergische antreten durfte.

Aus Leichlinger Sicht blieb die Pleite nicht die einzige schlechte Nachricht des Wochenendes: In Carsten Lange verletzte sich der nächste Spieler im ohnehin stark angeschlagenen Kader des LTV. "Er hat einen Muskelfaserriss und fällt vorerst aus", sagte Lorenzet hörbar frustriert. Nach Neuzugang Marcus Bouali (Kreuzbandriss) fehlt nun auch der Linkshänder. Auf die übrig gebliebenen Linkshänder David Kreckler und Mike Schulz kommt wohl zweifellos eine noch größere Verantwortung zu.

Das Spiel gegen den Favoriten gestalteten die Leichlinger lange Zeit offen. Erst ein kurzer "Zwischenspurt" der Gastgeber sorgte für die Vorentscheidung: Nach 20:20 (38.) stand es plötzlich 30:23 (49.). "Damit war die Partie dann entschieden", befand Lorenzet, der registrieren musste, dass sich die Breite des Bietigheimer Kaders vor allem in der zweiten Hälfte auszahlte. Während die Gäste von Beginn an auf dem Zahnfleisch gingen, wechselte der Zweitligist bei hohen Temperaturen fleißig durch. Lorenzet: "Mehr war für uns nicht möglich."

Das Ergebnis änderte den kritischen Leichlinger Blick auf den Turniermodus nicht. Selbst wenn der LTV den Zweitligisten geschlagen hätte, wäre gestern Bundesligist TVB 1898 Stuttgart die nächste Hürde vor Runde zwei gewesen. Für Amateurvereine ist das ein fast aussichtsloses Unterfangen: "Die Reise hat uns in keinem Punkt weitergebracht", meinte Lorenzet. Der Coach muss vor dem Ligastart weiter improvisieren.

Weil es im Fall der zwei dringend gebrauchten Neuzugänge weiter keine Neuigkeiten gibt, wird das Auftaktmatch und Derby gegen den Aufsteiger SG Langenfeld am Samstag (19.30 Uhr, Smidt-Forum) zur immer größeren Herausforderung für den Meister der vergangenen Saison. Die Langenfelder gelten zwar als krasser Außenseiter der Liga, feierten im Pokal bei Zweitligist TuSEM Essen aber einen überraschenden Erfolg (26:24). Auch wenn gegen Bundesligist SC DHfK Leipzig anschließend Schluss war, sollten die Leichlinger gewarnt sein.

Quelle: RP
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