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Marius Schultens quält sich für Baumberg

Lokalsport: Marius Schultens quält sich für Baumberg
Marius Schultens soll eine große Stütze der Sportfreunde werden in der kommenden Saison. FOTO: Matzerath
Monheim. Der neue Defensiv-Spezialist des Oberliga-Aufsteigers ist ein Eigengewächs von Bayer Leverkusen und arbeitet dort im Scouting. Von Fabian Schmitt

Wenn Francisco Carrasco über seinen Neuzugang Marius Schultens spricht, gerät der Co-Trainer des Fußball-Oberligisten SF Baumberg ins Schwärmen. Anscheinend hat der 29 Jahre alte Defensivspieler vom Regionalliga-Absteiger SSVg Velbert schon jetzt einen bleibenden Eindruck hinterlassen. "Marius ist ein absoluter Führungsspieler. Er ist für uns ein Glücksgriff. Er ist für uns Gold wert", lobt Carrasco, der momentan den urlaubenden Chefcoach Salah El Halimi vertreten darf.

Die Sportfreunde holten sich mit Schultens ihren neuen Leitwolf, der über einen großen Erfahrungsschatz verfügt. "Ich will jetzt in Baumberg Verantwortung übernehmen. Wir haben ja insgesamt noch eine junge Mannschaft. Außerdem will ich auf jeden Fall hinten den Laden dichthalten", erklärt die Verstärkung.

Lange Zeit durfte Schultens von einer Profi-Karriere träumen, denn er durchlief fast alle Jugendmannschaften von Bayer 04 Leverkusen. Letztlich gelang ihm aber der schwierige Sprung in die erste Mannschaft nicht. "Auf der einen Seite gab es in Leverkusen einfach bessere Spieler als ich. Auf der anderen Seite wollte ich mich auf meine berufliche Laufbahn konzentrieren", erklärt Schultens, der eine Ausbildung zum Bankkaufmann absolvierte und anschließend Betriebswirtschaftslehre an der Fernuniversität Hagen studierte.

Seine Leidenschaft für den Fußball blieb bestehen und Schultens spielte für Leverkusen II in der Dritten Liga. Schultens: "Dann wollte ich mal etwas anderes sehen." Deshalb wechselte er zum TSV Germania Windeck, ehe es ihn zum FC Viktoria Köln zog. Dort erlitt Schultens aber durch einen Kreuzbandriss einen herben Rückschlag.

Seit der Saison 2013/2014 lief der Defensivspezialist für die Velberter auf, deren Kapitän und Abwehrchef er später sogar wurde. "Ich habe mich in Velbert wohlgefühlt. Es ist ein netter Verein", meint Schultens.

Jetzt entschied er sich für die Baumberger. "In erster Linie hat es vom Aufwand und der Fahrerei her gepasst. Ich wohne in Leverkusen und nach Velbert bin ich immer 45 bis 60 Minuten lang gefahren", erklärt Schultens, der sich hauptberuflich um die Organisation in der Scoutingabteilung von Bayer 04 Leverkusen kümmert. Vielleicht findet er ja nebenbei noch ein, zwei gute Spieler für die Sportfreunde.

So oder so verpflichteten die Baumberger einen starken Neuzugang, der ein Spiel aufbauen kann. Darüber hinaus verfügt der 1,84 Meter große Schultens über ein solides Stellungsspiel und ist zweikampfstark. Allerdings kann er im Bereich der Schnelligkeit noch besser werden.

"Als Team wollen wir in der kommenden Spielzeit nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Jetzt will ich persönlich erst einmal gesund bleiben und viel spielen. Ich will der Mannschaft auf jeden Fall helfen", unterstreicht Schultens. Falls dem neuem Abwehrchef das gelingen sollte, wird Carrasco weiterhin von ihm schwärmen.

Quelle: RP
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