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Lokalsport
Martin Steinhäuser ist Mister Reusrath

Langenfeld. Der Kapitän blieb trotz anderer Angebote beim Fußball-Bezirksligisten, weil er unter der Regie von Trainer Ralf Dietrich mit am Neu-Aufbau arbeiten will. Der 31 Jahre alte Mittelfeldmann gilt als Spieler, der immer offen seine Meinung sagt. Von Fabian Schmitt

Martin Steinhäuser gehört beim Fußball-Bezirksligisten SC Reusrath (SCR) zu den prägenden Figuren. Der Spielführer ist seit 14 Jahren für den SCR aktiv - und ein Ende noch nicht in Sicht. "Martin ist das Gesicht des SC Reusrath. Er geht vorne weg und hat eine klare Meinung, die er dem Trainerteam immer mitteilt", sagt Co-Trainer Tim Schlüter, der gerade den urlaubenden Coach Ralf Dietrich vertritt.

Dass Steinhäuser einer mit Ecken und Kanten ist, steht außer Frage. In den vergangenen Jahren bewies der 31-jährige Kapitän immer wieder, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt. Jenen Eindruck bestätigt er in diesen Tagen: Auch nach der Trennung von Erfolgscoach Udo Dornhaus und dem Abgang einiger Stammspieler fand Steinhäuser klare Worte. "Jetzt gab der Verein das Ziel Klassenerhalt aus. Wenn ich dieses Ziel im Kopf hätte, würde ich nicht mehr Fußball spielen. Ich will unter die besten sechs kommen", betont Steinhäuser, der in der IT-Branche beschäftigt ist.

Auch der Mannschaftsführer kann nicht leugnen, dass der Abschied der Defensivspieler Christoph Lange (FC Monheim), Jens Weidenmüller (HSV Langenfeld) und Daniel Fischermann (SpVg. Hilden 05/06) ein enormer Rückschlag ist. Er sieht im Trio jedoch die einzigen schmerzhaften Verluste: "Wenn wir jetzt die Defensive stärken, werden wir in der kommenden Saison auf jeden Fall keine Sorgen haben. In Tom Volkmann, David Wietschorke, Nils und Moritz Kaufmann bleibt das Fundament bestehen."

Ob die zehn aus der Reserve hochrückenden Spieler den Qualitätsverlust kompensieren können, müssen sie aber erst noch beweisen. Insgesamt gilt als sicher, dass die Reusrather am 16. August um 15 Uhr im Rheinstadion gegen den Nachbarn FC Monheim einen schwierigen Saisonstart erleben.

Steinhäuser entschied sich gegen einen Wechsel, weil er ein gutes Verhältnis zum neuen Trainer Ralf Dietrich hat. In der Vergangenheit arbeiteten die beiden in Reusrath bereits zwei Jahre lang zusammen. "Ich bleibe hier, weil wir ab jetzt von Ralf trainiert werden. Er ist ein Trainer, der Herz und Leidenschaft mitbringt", betont Steinhäuser. Darüber hinaus spielt der Kapitän nun mit seinem Bruder Fabian Steinhäuser zusammen, der bisher zur zweiten Mannschaft in der Kreisliga A gehörte.

Nachdem Martin Steinhäuser in der vergangenen Saison im zentralen Mittelfeld hauptsächlich defensive Aufgaben hatte, soll er sich nun noch mehr in den Angriff einbinden. Dadurch wollen die Reusrather ein Plus an Torgefahr gewinnen. "Ich will natürlich auch weiter als Kapitän die Führung übernehmen und in dieser Funktion viel reden", erklärt Steinhäuser, der zu Beginn seiner Laufbahn als Stürmer unterwegs war.

Schlüter sieht den Mittelfeldmann top motiviert: "Martin freut sich auf die neuen Aufgaben." Abseits des Spielfeldes ist Steinhäuser im Vorstand tätig, indem er alle drei Monate die Vereinsfeiern organisiert. Der 31-Jährige gehört eben in Reusrath zu den prägenden Figuren.

Quelle: RP
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