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Lokalsport
Meister fährt im Korea hinterher

Langenfeld. Motorsportler Tim Bergmeister konnte auch mit Rang sechs wenig anfangen.

Als Motorsportler hat Tim Bergmeister seit einiger Zeit eine besondere Beziehung zu Asien. Im Jahr 2011 stieg er in Japan zum ersten Mal in die Serie Super GT ein, in der er ein Jahr später um die Meisterschaft kämpfen wollte - was im Mai 2012 nach dem heftigen Unfall von Fuji und einigen schweren Verletzungen keine Rolle mehr spielte. Für 2014 war der 41 Jahre alte Langenfelder vorübergehend in der Pirelli World Challenge in den USA in der Super TG sogar auf zwei Kontinenten unterwegs. Dann wechselte er vor dem Beginn der Saison 2015 nach Korea in die Serie Superrace. Dort holte er fürs Team Atlas BX Racing auf Anhieb den Titel. Ganz klar: Bergmeister hatte gehofft, auch 2016 ein Meisterschafts-Kandidat zu sein. Nach den beiden ersten Rennen sieht es aber eher so aus, dass er viel Geduld braucht.

Die Saisonpremiere vor einem Monat brachte vor allen viel Aufwand und wenig Ertrag. Weil der neue Dienstwagen erst auf die letzte Sekunde halbwegs fertig wurde, konnte Bergmeister nicht mal am Qualifying teilnehmen und musste später beim Rennen als Letzter aus der Boxengasse starten. Dann kamen früh technische Probleme hinzu (Servolenkung ausgefallen) und mehr als Rang elf war nicht drin. Unwesentlich besser lief das zweite Rennen, für das die Serie nach China ausgewichen war. Auf dem Kurs von Zhuhai sprang Platz sechs heraus, der wenigstens ein paar Punkte brachte. Die Begeisterung des Langenfelders, dem in erster Linie Reifenprobleme zu schaffen machten, hielt sich trotzdem in Grenzen: "Das sind noch keine Ergebnisse, die ich mir vorstelle. Wir müssen langsam ein bisschen nachlegen."

Den dritten Anlauf in der Serie Superrace unternimmt Bergmeister am nächsten Wochenende erneut in China (Shanghai). Anschließend kehrt er im Juli nach Japan zurück, um seinen Bruder Jörg Bergmeister zu vertreten - der parallel als Porsche-Werksfahrer in den USA im Einsatz ist. Tim Bergmeister wird auch in der Super GT für das "Excellence Team Porsche KTR" alles geben. Weil Motorsport seine Leidenschaft ist und weil er eine besondere Beziehung zu Asien hat.

(mid)
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