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Mickels nutzt Monheim als Sprungbrett

Lokalsport: Mickels nutzt Monheim als Sprungbrett
Leroy Mickels in seinem Element am Ball: Der 22-Jährige hofft noch auf den Sprung nach oben. RP-Foto: Matzerath FOTO: Matzerath Ralph
Monheim. Der 22-Jährige trainierte bereits unter Lucien Favre und Ewald Lienen - nun will sich beim Fußball-Oberligisten empfehlen. Von Martin Römer

Leroy Mickels hatte in seiner noch jungen Karriere schon große Trainer. Drei Jahre ist es her, da trainierte der heute 22-Jährige bei den Bundesliga-Profis von Borussia Mönchengladbach unter Lucien Favre und eine Saison später zählte Mickels beim Zweitligisten FC St. Pauli zumindest im Training zu den Schützlingen von Ewald Lienen. Zwei Übungsleiter, die im Profifußball schon alles miterlebt haben. Und zwei Trainer, die Mickels das nötige Talent attestierten, um mit Fußballspielen sein Geld zu verdienen.

"Hätte Ewald Lienen damals gesagt, dass ich es nicht schaffen kann, dann hätte ich mich nicht dazu entschieden, den Fokus voll auf den Fußball zu legen und mich nur darauf zu konzentrieren", sagt Mickels. Auf St. Pauli war er nah dran an den Profis, sollte einmal sogar für eine Zweitligapartie in den Kader berufen werden. Doch ein Anriss des Innenbandes setzte den gebürtigen Siegburger damals außer Gefecht und so waren je sieben Einsätze in der Regionalliga für die Zweitvertretungen der beiden Traditionsclubs bislang das höchste der Gefühle in Mickels Vita.

Nach einem kurzen Intermezzo beim Regionalligisten Alemannia Aachen, wo er trotz einer guten Vorbereitung nicht zum Zuge kam, hat der Offensivmann nun beim Oberligisten FC Monheim (FCM) angeheuert. Auf den ersten Blick ein Schritt zurück für Mickels, der von Monheim aus nun aber durchstarten möchte. "Wichtig ist jetzt vor allem, dass ich wieder meine Spielzeiten bekomme, denn nur so kann man sich auch fußballerisch weiterentwickeln. Das Wichtigste war daher das Gefühl, dass der Trainer auf mich baut", erklärt Mickels, der vor der Saison auch in die Regionalliga Nordost hätte wechseln können. Bislang scheint der Plan aufzugehen: Nach zwei Wochen im Mannschaftstraining erhielten die Monheimer endlich die Spielberechtigung für den neuen Angreifer und sein neuer Trainer Dennis Ruess beorderte Mickels gleich am folgenden Wochenende im wichtigen Derby gegen die Sportfreunde Baumberg in die Startelf.

"Das hat mich noch einmal in dem Gefühl bestärkt, dass der Trainer auf mich setzt", sagt Mickels, der gleich seine Qualitäten aufblitzen ließ: An der Seite von FCM-Torjäger Benjamin Schütz wusste der Neue an vorderster Front mit seiner Schnelligkeit und Robustheit zu gefallen.

Am vergangenen Wochenende kam Mickels beim Monheimer 1:2 gegen den SC Düsseldorf-West dann vornehmlich über die Außenbahn und suchte sein Glück immer wieder in den direkten Duellen mit seinem Gegenspieler. "Leroy ist im Offensivbereich sehr variabel einsetzbar und schafft es durch seine fußballerischen Qualitäten immer wieder, besondere Spielsituationen heraufzubeschwören. Weil er auch immer wieder mutig ins Eins-gegen-Eins geht und beidfüßig ist, ist er schwer auszurechnen", sagt FCM-Coach Ruess. Wie es gehen könnte, das machen Mickels derzeit seine beiden älteren Brüder vor: Die Zwillinge Joy-Slayd und Joy-Lance haben jeweils einen Platz bei den Regionalliga-Teams von Alemannia Aachen und dem FSV Wacker Nordhausen gefunden und kommen dort regelmäßig zum Einsatz. Dass der kleine Bruder Leroy ebenfalls das nötige Potenzial hat, um in dieser Spielklasse oder gar noch höher heimisch zu werden, das will er in nächster Zeit beim FC Monheim beweisen.

Quelle: RP
 
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