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Lokalsport
Monheim bleibt auf dem Teppich

Monheim. Der Landesliga-Aufsteiger, der die Saison in der Fußball-Bezirksliga beherrschte, kann seine Erfolge noch genießen - bis zum 2. Juli. Dann beginnt die Vorbereitung. Fünf Neue kommen. Von Martin Römer

Nach der Saison ist vor der Saison. Gut einen Monat geben die Verantwortlichen des FC Monheim (FCM) ihren Spielern Zeit, um sich aúsgiebig im Ruhm der vergangenen Saison zu sonnen. Am 2. Juli beginnt dann für den Aufsteiger die Vorbereitung auf die kommende Saison in der Fußball-Landesliga - mit neuem Elan und bekannter Entschlossenheit. "Die Jungs sollen das jetzt noch genießen. Ab dem Trainingsauftakt geht es aber wieder von null los. Dann kannst du dir von den alten Erfolgen nichts mehr kaufen", sagt Trainer Dennis Ruess.

In der Serie 2015/2016 geizte die Mannschaft nicht mit Superlativen. Nach 32 Spielen ohne eine einzige Niederlage hatte der FCM als Meister famose 86 Zähler auf dem Konto und der Abstand zum Tabellenzweiten Dabrinhauser TV betrug 21 Punkte. "Die Jungs haben nicht so viel falsch gemacht", findet Ruess. Dass es dem Trainerteam um Ruess, Manuel Windges und Bastian Jensterle gelang, die Mannschaft ohne Ausnahme hinter dem großen Ziel "Wieder-Aufstieg" in die Landesliga zu versammeln, war dabei ausschlaggebend. Jeder wollte seinen Teil dazu beitragen - was eine Dynamik entwickelte, die über die gesamte Saison hinweg anhielt und immer eine Triebfeder war. Woche für Woche konnte das Trainerteam beim Training mit etwa 20 Spielern arbeiten, die sich gegenseitig anspornten. Das einfache Motto: Konkurrenz belebt das Geschäft.

Der Druck, den die Reservekräfte ausübten, führte einerseits dazu, dass alle Spieler an ihre persönlichen Grenzen gehen mussten. Andererseits konnte der FCM Ausfälle wichtiger Akteure meist ohne Schwierigkeiten wegstecken. Bemerkenswert war, dass es trotz dieser hochwertigen Konkurrenz-Situation nicht zu internen Querelen kam. Auch diejenigen Spieler, mit nur wenig Einsatzzeit bedacht wurden, ordneten ihre eigenen Interessen dem Gelingen des gemeinsamen Ganzen unter und warteten auf ihre Chance.

Ein weiterer wichtiger Faktor war sicher, dass die verschiedenen Typen in der Mannschaft gut zusammenpassten. So hatten die beiden vom VfB Solingen verpflichteten Eray Bastas und Matteo Agrusa nicht nur einen hohen sportlichen Wert für den FCM, denn sie trugen zugleich durch ihre ausgelassene und spaßige Art zur Entwicklung des Teamspirits bei. "Das sind einfach die Pausenclowns, die du in einer Mannschaft brauchst - immer mit dem nötigen Respekt natürlich", meint Ruess. Deshalb haben die Verantwortlichen bei der Zusammenstellung des Kaders nicht nur auf die fußballerischen Qualitäten der Neuen geachtet.

Nach Nick Nolte (SSV Berghausen), Miles Adeoye (DSC 99 Düsseldorf), Yannic Intven (TuRU Düsseldorf) und Abdelkarim Afkir (Düsseldorf-West) hat der Verein jetzt Tenta Yamanaka verpflichtet. Der Japaner spielte zuletzt in der Jugend von Kickers Offenbach und kommt nun für das Studium ins Rheinland. Auf der Liste der Abgänge stehen Florian Göbel (Karriereende), Lukas Sczyrba, Marvin Grober (beide SC Reusrath), Bahadir Incilli, Aziz Ait Ben Omar (beide FC Leverkusen) und Muhammet Ucar (SF Baumberg), der erst in Winterpause von Fortuna Düsseldorf II nach Monheim gekommen war.

Für das Unternehmen Landesliga sieht sich Monheim gut gerüstet. Die Qualität des Kaders ist hoch und müsste für den sicheren Klassenerhalt reichen - sollte es dem Trainerteam erneut gelingen, eine echte Mannschaft zu formen. Ruess: "Die Hausaufgaben in Sachen Kaderplanung haben wir gemacht. Das heiß aber nicht, dass das alles reibungslos klappt. Dann wird es im zweiten Schritt darum gehen, dass wir in der täglichen Arbeit alles daransetzen, erfolgreich zu sein." Obwohl die Meisterschaft und der letzte Spieltag der alten Serie noch nah sind, lässt sich beim FCM eins erkennen: Nach der Saison ist vor der Saison.

Quelle: RP
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