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Monheim ist bereit für seinen großen Traum

Lokalsport: Monheim ist bereit für seinen großen Traum
Antreiber: Monheims Trainer Dennis Ruess wird sein Team aber kaum noch extra motivieren müssen, weil die Gelegenheit zum Aufstieg in die Oberliga was Besonderes ist - das sich so schnell vielleicht nicht wiederholt. FOTO: Ralph Matzerath
Monheim. Der Fußball-Landesligist kämpft gegen den VfL Rhede um den Aufstieg in die Oberliga. Das Hinspiel gibt es morgen im Rheinstadion. Von Martin Römer

Es war vermutlich die gediegenste Saison-Abschlussfeier der Vereinsgeschichte, die der FC Monheim (FCM) am Sonntagabend im Anschluss an das letzte Meisterschaftsspiel in der Fußball-Landesliga 2016/2017 abhielt. Dass die letzten Spieler das Vereinsgelände bereits gegen 19.30 Uhr verließen und die Sause damit erstaunlich frühzeitig beendeten, lag allerdings keineswegs am vorherigen Ergebnis. Da stimmte beim 7:0 gegen den ASV Mettmann alles. Und auch Platz drei in der Abschlusstabelle war nicht der Partykiller. Der nachvollziehbare Grund für die Zurückhaltung war vielmehr die Tatsache, dass die Saison für den FCM noch gar nicht beendet ist. Durch den eigenen Erfolg über Mettmann und den gleichzeitigen Ausrutscher des SC Velbert (0:2 in Nettetal) schob sich Monheim in letzter Sekunde auf den Qualifikationsplatz. Und nun hat er in zwei Spielen gegen den VfL Rhede die Chance, den Traum vom Durchmarsch in die Oberliga wahr werden zu lassen.

Schon am morgigen Mittwoch (19.30 Uhr) trifft der FCM als Dritter der Gruppe 1 auf den VfL Rhede, den Dritten der Gruppe 2. Für Monheim geht es bis dahin vor allem darum, die nach dem aufreibenden Saison-Endspurt verbliebenen Körner zu sammeln. "Die letzten Wochen haben uns unheimlich viel Kraft gekostet. Wir müssen jetzt noch einmal alles mobilisieren und dann gucken, ob es zum ganz großen Wurf reicht", sagt Trainer Dennis Ruess, der die Einheit gestern Abend in erster Linie zur Regeneration nutzte.

Während Rhede bereits vor dem Saisonfinale als Dritter feststand und am Sonntag im bedeutungslosen Spiel beim Duisburger SV (0:4) viele Akteure aus der Stammelf schonte, brannte Monheim gegen Mettmann noch einmal ein richtiges Feuerwerk ab. Die körperliche Verfassung könnte vielleicht ein Pluspunkt für Rhede sein, während der FCM die Euphorie aus der Aufholjagd der jüngsten Partien in die Waagschale zu werfen hat.

Anfang Mai war der Aufsteiger praktisch schon raus aus dem Kampf um den Sprung in die Oberliga. Durch vier Siege hintereinander - darunter das 2:1 beim Spitzenreiter FSV Vohwinkel-Wuppertal - erarbeitete sich Monheim dann doch wieder die Chance auf den Aufstieg. "Wir haben uns aus der toten Zone herausgearbeitet und sind mit Vollgas auf den Zug aufgesprungen. Wir sind momentan gut in Form. Das das ist natürlich eine gute Basis, um in den Endspurt zu gehen", meint der Monheimer Coach.

Ein eindeutiger Favorit lässt sich vor den beiden Entscheidungsspielen nicht ausmachen. Rhede holte auf Rang drei 66 Punkte - fünf Zähler weniger als der FCM (71). Derartige Vergleiche zwischen zwei parallelen Klassen hinken jedoch oft. Ein Oberliga-Aufstieg wäre allerdings für den VfL nichts Neues, denn Rhede war bis vor drei Jahren regelmäßig in der fünfthöchsten Klasse unterwegs. "Das ist eine Mannschaft, die sich in diesen Gefilden auskennt, die auf diesem Niveau zu Hause ist. Wir sind da ein Neuling. Aber wir fühlen uns absolut in der Lage, uns mit solchen Mannschaften zu messen", betont Ruess.

Erst vor dieser Saison war den Monheimern der Aufstieg aus der Bezirksliga in die Landesliga gelungen. Ob sie jetzt wie der FSV Vohwinkel den direkten Durchmarsch in die Oberliga schaffen, wird spätestens nach dem Rückspiel am Sonntag (15 Uhr) in Rhede klar sein. Und dann könnte es passieren, dass es rund ums Rheinstadion eine Feier gibt, die vielleicht nicht mehr so ganz gediegen ablaufen wird.

Quelle: RP
 
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