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Monheimer haben Verlieren verlernt

Lokalsport: Monheimer haben Verlieren verlernt
Monheims Trainer Dennis Ruess wirkt nur auf diesem Foto ratlos - der aktuelle Tiefflug bereitet dem Coach noch keine Sorgen. FOTO: Ralph Matzerath
Monheim. Zwei Niederlagen in Folge gab es für den Oberliga-Aufsteiger seit Jahren nicht. Morgen geht's nach Fischeln. Von Martin Römer

Dass die Fußballer des 1. FC Monheim (FCM) plötzlich schlechten Fußball spielen würden, das kann man nicht behaupten. Der Aufsteiger wies auch zuletzt nach, dass er in der Oberliga spielerisch mithalten kann. Andererseits steckt der FCM inzwischen in einer Ergebniskrise: Seit vier Spielen haben die Monheimer nicht mehr gewonnen und auch in der Tabelle ging es logischerweise bergab.

War das Team von Trainer Dennis Ruess nach dem sechsten Spieltag noch Spitzenreiter, findet es sich jetzt auf Rang zehn wieder. "Dass auch einmal eine Phase kommen würde, in der wir etwas auf den nächsten Sieg warten müssen, das war ja von vorne herein klar. Und ich habe die Jungs auch darauf vorbereitet, dass dieser Fall eintreten kann. Aber es gibt derzeit überhaupt keinen Grund für uns, die Nerven zu verlieren", sagt Ruess. 17 Punkte aus zwölf Spielen sind für einen Liga-Neuling auch jetzt noch eine ordentliche Ausbeute, doch der Trend der letzten Wochen sollte schnellstmöglich umgekehrt werden.

Zugute halten muss man dem FCM allerdings, dass die letzten Gegner allesamt ordentliche Kaliber waren: Sowohl die Spvg. Schonnebeck (0:3), als auch der VfB Homberg (0:2) und der SC Düsseldorf-West (1:2) sind derzeit unter den Top-Fünf der Tabelle zu finden. Dazwischen gab es für die Monheimer noch das 1:1 im Derby gegen die Sportfreunde Baumberg, die Coach Ruess ebenfalls als "Schwergewicht der Liga" betrachtet. "Wir waren auch in diesen Spielen nicht hoffnungslos unterlegen, oft fehlte einfach auch das nötige Spielglück", sagt der Trainer, gerade mit Blick auf die Niederlage gegen den SC West am vergangenen Wochenende, als der FCM das 1:2 erst in der Nachspielzeit kassierte.

Das Gefühl, so lange auf den nächsten Sieg warten zu müssen, kennen die Monheimer vielleicht schon gar nicht mehr, denn zuletzt ging es bei zwei Aufstiegen in Folge eigentlich immer nur bergauf. Die Bezirksliga-Saison 2015/2016 überstand der FCM gleich komplett ohne Niederlage und auch in der vergangenen Landesliga-Spielzeit setzte es niemals zwei Pleiten hintereinander. "Die Stimmung ist weiterhin gut bei uns, weil die Jungs sehen, dass sie die Möglichkeiten haben und dass wir, wenn wir unseren Plan umsetzen, in der Lage sind, auch gute Mannschaften zu bespielen", erklärt Ruess.

Glücklicherweise sieht es personell derzeit gut aus beim FCM. Und bis zum kommenden Spiel beim VfR Krefeld-Fischeln (morgen, 17 Uhr) werden auch die zuletzt verletzten Robin Kreis, Chris Lange und Matteo Agrusa wieder mit dabei sein. "Wir haben derzeit eine gute Breite im Kader, die Intensität im Training ist dementsprechend hoch", freut sich Ruess, der in Krefeld nur auf Gordon Weniger (Rotsperre) und Dejan Lekic verzichten muss. Der kommende Gegner Fischeln steht indes dort, wo die Monheimer auf gar keinen Fall hin wollen - auf einem Abstiegsplatz. Lediglich zehn Punkte hat der Vorjahres-Vierte bisher auf dem Konto. "Das ist eine Mannschaft, die nicht unten bleiben wird. Irgendwann wird bei Fischeln der Knoten platzen, am besten passiert das nicht am Samstag", sagt Ruess.

Quelle: RP
 
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