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Monheimer klopfen an die Tür zur Oberliga

Lokalsport: Monheimer klopfen an die Tür zur Oberliga
Völlig losgelöst: Alexander Karachristos, Miles Adeoye und Karim Afkir (von links) hatten gestern allen Grund, ausgelassen zu jubeln. Mit dem gerade erst in die Landesliga aufgestiegenen FC Monheim kämpfen sie ab Mittwoch in zwei Spielen gegen Rhede um einen Platz in der Oberliga. FOTO: Ralph Matzerath
Monheim. Der Fußball-Landesligist kletterte durch sein 7:0 gegen Mettmann auf Rang drei und trifft nun in zwei Qualifikationsspielen auf Rhede. Von Martin Römer

Ein Traum lebt weiter. Der Fußball-Landesligist FC Monheim (FCM) sprang am letzten Spieltag durch einen 7:0 (5:0)-Heimsieg über den ASV Mettmann noch auf den dritten Tabellenplatz und darf nun zwei Qualifikationsspiele um den Aufstieg in die Oberliga bestreiten. Dabei profitierte Monheim vom 0:2 des bisherigen Zweiten SC Velbert in Nettetal. "Wir sind sehr froh. Vor dem Spiel hatten wir nichts zu verlieren - und so sind wir auch aufgetreten. Jetzt freuen wir uns, dass der Zug nicht ohne uns abgefahren ist. Aber wir können natürlich nicht schon die Korken knallen lassen", sagte FCM-Coach Dennis Ruess mit Blick auf die erste Partie der Qualifikation am Mittwochabend (voraussichtlich 19.30 Uhr). Dann gastiert der VfL Rhede in Monheim, der in der anderen Landesliga-Gruppe ebenfalls Dritter wurde. Das Rückspiel ist für den kommenden Sonntag angesetzt (15 Uhr).

Die für gestern Abend geplante Saison-Abschlussfeier des FCM fiel gemäßigt aus. Und die Monheimer wollen alles dafür geben, um tatsächlich den Durchmarsch von der Bezirksliga bis in die Oberliga zu realisieren. "Heute wird nicht viel gefeiert. Wir müssen nach diesem Spiel bei brutalen Witterungsverhältnissen regenerieren und die Konzentration oben halten. Das ist für uns eine Chance, die wir beim Schopfe packen müssen", betonte Spielmacher Philipp Hombach.

Sofort war zu sehen, dass der FCM seine Hausaufgaben erledigen wollte. Nach fünf Minuten fand der Ball seinen Weg von Leonard Funke zu Ayhan Atar - 1:0. Nur zwei Minuten später stand es bereits 2:0. Dejan Lekic bediente Karim Afkir, der einen Verteidiger stehen ließ und das Leder unter dem Torhüter hindurch ins Netz bugsierte (7.). Nach weiteren Gelegenheiten für Lekic (10.), Hombach (11.), Atar (16.) und Funke (19.) machte Afkir aus der Vorarbeit von Patrick Becker per Lupfer das 3:0 (27.). Spätestens nach dem 4:0 durch Atar (30.) und dem 5:0 von Afkir (37.) war alles entschieden.

"Die Jungs sind mit einer richtig guten Einstellung in dieses Spiel gegangen. Man hat gesehen, dass sie unbedingt gewinnen wollten", fand Ruess. Nach dem Wechsel machte Chris Lange das halbe Dutzend voll - 6:0 (54.). Nun rückte ein Spieler mehr und mehr in den Mittelpunkt, der gar nicht auf dem Platz stand und nicht mal im Rheinstadion war: Nick Nolte.

Der verletzte Mittelfeldspieler hatte die Reise zum Velberter Auftritt in Nettetal angetreten und versorgte die Monheimer von dort aus mit frischen Infos. Eins war ja klar: Sollte Velbert gewinnen, würde dem FCM selbst der höchste Kantersieg nichts bringen. Kurz vor Schluss, als Lekic gerade das 7:0 (83.) erzielt hatte (83.), traf die Nachricht vom Velberter Rückstand ein. Als Nettetal in der Nachspielzeit das 2:0 erzielte, war klar: Der Traum vom Durchmarsch in die Oberliga lebt weiter. "Wir haben zwar heute Saison-Abschlussfeier, aber für uns ist die Saison noch nicht zu Ende", stellte Trainer Ruess fest. Es gibt schlimmere Schicksale für Fußballer.

Quelle: RP
 
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