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Monheimer wachen zu spät wieder auf

Lokalsport: Monheimer wachen zu spät wieder auf
Ob das was wird? Trainer Dennis Ruess (rechts) undCo-Trainer André Maczkowiak musste nach der Pause arge Bedenken haben. FOTO: Ralph Matzerath
Monheim. Der Fußball-Oberligist hielt in der Partie bei TuRu Düsseldorf vor der Pause sehr ordentlich mit. Nach dem Wechsel fand der Aufsteiger vorübergehend aber gar nicht statt und kassierte das 1:3. Erst gegen Ende lief es beim 2:3 wieder besser. Von Michael Deutzmann

Vermutlich war allen klar, dass die Tabellenführung nicht auf ewig Bestand haben würde. Eine Halbzeit lang sah es aber gestern danach aus, als könnte der Fußball-Oberligist FC Monheim (FCM) aus der Partie bei TuRU Düsseldorf etwas Zählbares mitnehmen. Der Aufsteiger gestaltete das Duell komplett ausgeglichen, machte den Hausherren durch einen kompakten Auftritt das Leben schwer, erzielte die Führung und hatte mit dem 1:1 eine vernünftige Basis für den zweiten Abschnitt - die dann jedoch irgendwo in der Kabine geblieben zu sein schien. Die zuerst wenig überzeugende TuRU konnte sich den FCM beinahe zurechtlegen. Folge: Düsseldorf schaffte die Wende zum 3:1 und gewann am Ende verdient mit 3:2 (1:1). "Wir haben den Anfang der zweiten Halbzeit verschlafen", "da hat auch die Körpersprache nicht gestimmt", räumte Monheims Trainer Dennis Ruess ein - ohne mit seiner Mannschaft allzu hart in Gericht gehen zu wollen: "Wir haben eine Stunde mitgehalten gegen eine Mannschaft, die ja wirklich keine Laufkundschaft ist."

Beide Seiten schienen den Strafraum des Kontrahenten zunächst zur verbotenen Zone erklärt zu haben, denn nennenswerte Gefahr gab es kaum. Konsequent handelte jedoch Monheims Daud Gergery, der das zögerliche Eingreifen der TuRU-Abwehr zum 1:0 (27.) für die Gäste nutzte, die bis zu diesem Zeitpunkt einen sehr gut geordneten Eindruck hinterließen. Hinten hatte die Innenverteidigung um Kapitän Alexander Karachristos alle im Griff und das Mittelfeld um Patrick Becker störte fast sämtliche Düsseldorfer Bemühungen rechtzeitig.

Die erste Antwort der TuRU war der Schuss von Saban Ferati, den FCM-Keeper Johannes Kultscher zur Ecke abwehrte (32.). Der Freistoß von Markus Wolf landete am Pfosten (40.), ehe Düsseldorf über die linke Seite und Ferati das 1:1 erzielte (41.). Das Ergebnis entsprach jetzt den Kräfteverhältnissen - und ließ den Monheimern für den Rest des Spiels alle Möglichkeiten.

"Wir werden in Ruhe analysieren, wie das passiert ist", fand Trainer Ruess - der damit die Auszeit seines Teams meinte, das vorübergehend überhaupt nicht stattfand. In der 55. Minute hätte die TuRU bereits führen müssen, als zuerst Torhüter Kultscher die Finger an den abgefälschten Wolf-Freistoß bekam. Sekunden darauf beförderten Vensan Klicic und Ferati das Spielgerät jeweils aus Nahdistanz an die Latte. Düsseldorfs Kapitän Ferati war auch am zweiten Treffer beteiligt, denn den von ihm auf Sahin Ayas ausgeführten Eckball verteidigte der FCM gar nicht. Aus dem Gewühl heraus durfte der aufgerückte Innenverteidiger Jordi van Kerkhof nachsetzen - 1:2 (58.). Kaum 180 Sekunden darauf landete die Freistoß-Flanke von Wolf genau auf dem Kopf von Ayas und wieder schaute Monheim zu - 1:3 (61.).

Beim FCM schien niemand mehr an eine Wende zu glauben und Trainer Ruess musste von draußen immer wieder antreiben. Mit einem längeren Anlauf kam der Klassen-Neuling allerdings ins Spiel zurück, zumal sich Düsseldorf als Aufbauhelfer betätigte: Das zum Freistoß für die Monheimer führende Foul von Julian Kanschik war überflüssig. Nachdem Benjamin Schütz auf 2:3 verkürzt hatte (81.), wirkte der Aufsteiger plötzlich wie ausgewechselt. Die ganz große Gelegenheit zum Ausgleich gab es jedoch nicht mehr und am Ende blieb bei den Gästen deshalb das Gefühl, etwas zu lange geschlafen zu haben. Auf der anderen Seite ist Rang fünf nach drei Spielen keine schlechte Bilanz.

FC Monheim: Kultscher, Weniger, Kreis, Karachristos, Nosel, Becker (86. Al Khabbachi), Intven, Schütz, Afkir (62. Agrusa), Gergery, Lekic (75. Bastas).

Quelle: RP
 
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