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Lokalsport
Monheimerin fährt zu Bronze bei Deutscher Kanu-Meisterschaft

Monheim. Maike Rummler, die Titelträgerin von 2014, hätte diesmal wieder ganz vorne landen können. Wegen einer Stangenberührung verpasste sie den Sieg knapp. Von Fabian Schmitt

Maike Rummler wusste am Ende nicht richtig, ob sie sich über ihre Leistung und das Ergebnis bei den Deutschen Meisterschaften der Altersklasse U 16 freuen oder ärgern sollte. Das 15 Jahre alte Talent des Monheimer Kanu-Clubs (MKC) belegte diesmal in der Nähe von Leipzig den dritten Platz - nach dem Titel von 2014 und dem vierten Rang von 2015. Weil Rummler eine Torstange berührte, musste sie zwei Strafsekunden hinnehmen und verpasste die Spitze knapp. "Wenn mir dieser Fehler nicht passiert wäre, wäre ich auf jeden Fall die Siegerin geworden. Das ist im Nachhinein natürlich ärgerlich. Ich denke aber, dass ich mit dem dritten Platz trotzdem zufrieden sein kann", erklärte Rummler, die nach den Sommer-Schulferien in Düsseldorf die zehnte Klasse des Benrather Schloss-Gymnasiums besuchen wird.

Die Monheimerin, die sich dreimal hintereinander als Westdeutsche Meisterin für die nationalen Titelkämpfe qualifiziert hatte, zählt in ihrer Altersklasse zu den größten Kanu-Talenten Deutschlands. Ab dieser Woche wird sie in der Tschechischen Republik an einem weiteren Wettkampf teilnehmen. "Dabei geht es jetzt aber nicht um die Platzierung, sondern hauptsächlich nur um Spaß", sagte Rummler, die für ihren Sport mindestens sechs Mal pro Woche trainiert.

In Janina Mannschott wusste sich eine weitere Monheimerin bei den Deutschen Meisterschaften zu behaupten. In der Altersklasse U 18 drang die 18 Jahre alte Slalomfahrerin bis ins Finale vor, kippte dann aber in ihrem Kanu um und verpasste ein Tor. Dafür gab es 50 Strafsekunden, sodass am Ende nur der zehnte Rang heraussprang. "Trotzdem lief es eigentlich ganz okay für mich", meinte Mannschott.

Bei den Weltmeisterschaften in Krakau (Polen) drang die Monheimerin bis ins Halbfinale vor. Hier kassierte sie jedoch erneut zu viele Strafsekunden, kam so lediglich auf den 26. Platz und schied vorzeitig aus. "Damit bin ich nicht so zufrieden. Aber es ist gut, dass ich überhaupt an der Weltmeisterschaft teilnehmen konnte. Wenn ich ins Finale eingezogen wäre, hätte ich mich direkt für die Europameisterschaft qualifiziert. Dass ich dabei gescheitert bin, ist wirklich schade", sagte Mannschott, die nun ins Studium der Biochemie einsteigt. Insgesamt fuhren Mannschott und Rummler den Lohn für den großen Aufwand ein, ohne den sie ihr hohes Niveau auch nicht halten könnten.

Quelle: RP
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