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Lokalsport
Montag und Lita Baehre siegen bei Junioren-Gala in Mannheim

Leverkusen. Die beiden Athleten des TSV Bayer stellten einmal mehr ihre Klasse unter Beweis. Auch andere Leverkusener feierten gute Ergebnisse. Von Dorian Audersch

Bei der Junioren-Gala in Mannheim hatten vor allem zwei Leichtathleten des TSV Bayer 04 Grund zur Freude: Jennifer Montag gewann über 100 Meter in 11,29 Sekunden und Stabhochspringer Bo Kanda Lita Baehre siegte mit 5,40 Metern. Bei 3,3 Metern pro Sekunde Rückenwind war Montags Zeit allerdings nichts für die Bestenlisten - der Eindruck einer starken Form aber bleibt. Die 19-Jährige vom TSV Bayer 04 zeigte ein ebenso leichtfüßiges wie souveränes Rennen. "Dabei hatte ich Angst, hier bei der internationalen Konkurrenz schlecht auszusehen", gestand sie anschließend. "Es war mir sehr wichtig, dass ich hier gut abschneide."

Das Entscheidende sei gewesen, wen sie alles geschlagen habe, sagte Montags Trainer Hans-Jörg Thomaskamp. Zum ersten Mal konnte sie auch die Deutsche U23-Meisterin und U18-Europameisterin Keshia Kwadwo (TV Wattenscheid 01/ 11,42 Sekunden) hinter sich lassen, die jedoch leicht angeschlagen angetreten war. Schon im Vorlauf hatte Montag als Siegerin mit 11,43 Sekunden ein Ausrufezeichen zeichen gesetzt.

Nach dem Einzel war Jennifer Montag als Schlussläuferin auch am Gala-Auftritt der U20-Nationalstaffel beteiligt. Weltweit kein Quartett dieser Altersklasse war in diesem Jahr schneller als die 43,84 Sekunden der deutschen Staffel. Zur Einordnung der Zeit: Der deutsche U20-Rekord für die 4x100 Meter steht bei 43,42 Sekunden. Schon für 44,18 Sekunden gab es im Vorjahr Bronze bei der U20-WM, Gold ging damals für 43,69 Sekunden an die USA. TSV-Stabhochspringer Bo Kanda Lita Baehre stieg bei 5,20 Meter in den Wettkampf ein. Für 5,40 Meter benötigte der vorjährige U18-Vize-Europameister zwei Versuche - und ließ dann 5,60 Meter auflegen. Doch bei der Höhe, mit der er zwei Wochen zuvor daheim in Leverkusen Deutscher U23-Meister geworden war, wollte die Latte diesmal nicht liegenbleiben, wobei er sie im dritten Versuch nur minimal mit der Brust touchierte.

"Ich glaube es ist auch eine Konzentrationsfrage", erklärte Trainerin Christine Adams. "Im Training läuft technisch alles super. Und wer 5,60 Meter schafft, kann durchaus schon einmal 5,70 Meter liegen lassen", sagt die zweifache Hallen-Vize-Europameisterin.

Im 100-Meter-Einlagelauf der U23 bestätigten zwei TSV-Asse ihre Anwartschaft auf Staffelplätze bei den Junioren-Europameisterschaften: Als Dritter nochmals verbessert zeigte sich Kai Köllmann, der mit 10,47 Sekunden gestoppt wurde. Sein Klubkollege Daniel Hoffmann erkämpfte nach verpatztem Start noch Platz vier. Der Deutsche U23-Meister kam in 10,49 Sekunden über die Ziellinie.

Die genesene Stabhochspringerin Silke Spiegelburg macht sich Hoffnungen, am kommenden Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften in Erfurt, die zur Teilnahme an der WM geforderten 4,55 Meter abliefern zu können. In Mannheim beendete sie nach übersprungenen 4,25 Meter und zwei vergeblichen Versuchen bei 4,35 Meter den Wettkampf.

Quelle: RP
 
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