| 13.34 Uhr

Handball
Nachbarn auf Augenhöhe

Die Landesliga-Handballerinnen der SG Monheim und SG Langenfeld trennten sich im Derby mit 25:25. Aufsteiger Monheim lag fast immer vorne. Sabrina Müller rettete den favorisierten Gästen Sekunden vor dem Ende einen Punkt. Von Robert Deutzmann

Monheim/Langenfeld Das Ergebnis passt irgendwie zur Saison. Denn die Landesliga-Handballerinnen der SG Monheim (SGM) können mit dem 25:25 (14:12)-Unentschieden im Derby gegen die SG Langenfeld (SGL) unterm Strich besser leben. Während die Langenfelderinnen ihre Titelträume schon vor einiger Zeit abhaken mussten, hat Monheim seit einer Woche den sicheren Klassenerhalt in der Tasche. Entsprechend sah das direkte Treffen der (Tabellen-) Nachbarn auch aus. "Bei uns fehlte ein wenig der Pepp", meinte SGL-Trainer Peter Coenen. Und SGM-Coach Michael Pußar wusste: "Wir haben keinen Druck mehr."

Diesen Eindruck vermittelten die Gastgeberinnen von Beginn an. Das 4:1 (9.) konnte Langenfeld zwar noch einmal zum 5:5 (14.) ausgleichen, aber dann zog die SGM beim 11:6 (22.) erstmals klar weg. In dieser Phase klappte vor allem die Chancenausbeute bei Monheim deutlich besser als bei den Gästen. Für den zweiten Abschnitt hatte sich Langenfeld viel vorgenommen, doch es kam anders. Pußars Team war schon wieder obenauf – 19:14 (37.), 21:16 (43.).

Schrumpfender Vorsprung

"Dann haben wir alles riskiert. Wir wollten nicht verlieren", erklärte Coenen. Weil sich bei den Monheimerinnen nun gleichzeitig viele überflüssige Fehler einschlichen, kam die SGL prompt heran. "Wir waren nicht clever genug und sind hektisch geworden", fand Pußar. Der Vorsprung schmolz kontinuierlich zusammen. Martina Lembach erzielte allerdings kurz vor dem Ende das 25:23 (58.) und anschließend kamen die Monheimerinnen noch einmal zu einem Angriff.

Doch anstatt die letzten Sekunden ruhig herunterzuspielen, verlor die SGM den Ball in der Vorwärtsbewegung zwei Mal sehr fahrlässig. Logisch: Langenfeld bedankte sich mit zwei Tempogegenstößen und Sabrina Müller erzielte 20 Sekunden vor dem Ende das 25:25. "Das ist für uns ein gewonnener Punkt", gab Coenen zu. "Wenn mir vorher einer einen Punkt angeboten hätte, wäre ich zufrieden gewesen. So ist es natürlich etwas schade", urteilte Kollege Pußar.

SGM: Plittnik – Cava Marin (1), Aust (5/2), Lembach (9/2), Ledebur (1), Fleischhauer, Doleys, Omanovic (4), A. Müller, Schlobohm (5), Schneider, Ziche, Nitzgen.

SGL: Buhl – Böggemann, Hosan, S. Müller (1), Strippelmann, Herth (5), Herbeck (8/2), Krieger, M. Müller (4), Göbel (1), Kazinski (6/5).

Quelle: RP
 
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