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Lokalsport
Nationalspielerin Naidzinavicius verlässt die Elfen

Leverkusen. Um dem Fußballbundesliga-Spiel der Werkself morgen gegen Dortmund auszuweichen, empfangen Bayers Handballerinnen bereits heute um 18.30 Uhr den Buxtehuder SV zum Kräftemessen in der Smidt-Arena. In der Vergangenheit war diese Paarung oft ein Garant für packende Duelle - und doch geriet sie unversehens zur Nebensache. Grund ist der bevorstehende Abschied von Nationalspielerin Kim Naidzinavicius. Von Tobias Krell

Sie verlängert ihren Vertrag nicht und schließt sich im Sommer der SG BBM Bietigheim an, einem Verein mit großem Etat und noch größeren Ambitionen. "Ich finde es sehr schade, dass sie geht, aber ich kann verstehen, dass sie nach fünf Jahren bei uns eine neue Herausforderung sucht", kommentiert Trainer-Managerin Renate Wolf die Entscheidung ihrer Führungsspielerin.

Ganz unerwartet kommt der Abschied nicht. Denn dass Naidzinavicius bei anderen Vereinen begehrt ist und bei auslaufendem Vertrag anderswo neben sportlichen Aspekten auch deutlich mehr verdienen kann als am Rhein, ist kein Geheimnis. Und die Gespräche zogen sich zuletzt hin - ohne Einigung.

Bei Bayer sind sie also auf den Wechsel vorbereitet. Das heißt allerdings nicht, dass ein gleichwertiger Ersatz in Aussicht wäre. "Die Ausbildung junger Spielerinnen ist unser Auftrag. Kim kam vor fünf Jahren auch nicht als fertige Nationalspielerin zu uns", betont Wolf.

Der Wechsel der Leistungsträgerin ist zweifellos ein schwerer Verlust, aber nervös machen lässt Wolf sich davon nicht. Neben ihrem bekannt guten Näschen für Talente kann die Chef-Elfe auch weiter auf die exzellente Nachwuchsarbeit im Verein bauen. Ihr Bundesligateam ist eines der jüngsten der Liga - und die nächsten Talente sind schon in der Warteschleife.

Linkshänderin Jennifer Rode hat ihre Premiere in der Nationalmannschaft bereits gefeiert und gehört schon jetzt zu den Leistungsträgerinnen der Elfen. Neben dem Rückraum-Ass gehören aber auch zwei Spielerinnen der Junior-Elfen zum neu gegründeten Kader des DHB: Rechtsaußen Amelie Berger und Linksaußen Jennifer Souza. Zusammen mit Ex-Spielerin Annika Ingenpaß (Dortmund) sind das Belege für die gute Jugendarbeit am Rhein. "Das alles zeigt, dass wir mit unserer Arbeitsweise so falsch nicht liegen können", sagt Wolf.

Ein gutes Argument für den Leverkusener Weg ist indes bei aller Trauer über die anstehende Trennung aber auch der bisherige Werdegang von Noch-Elfe Kim Naidzinavicius.

Quelle: RP
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