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Leichtathletik
Nur wenig Regen beim Gänseliesellauf

Leichtathletik: Nur wenig Regen beim Gänseliesellauf
Beim Gänseliesellauf der SG Monheim regnete es nur ein bisschen - dennoch musste eine Handvoll Läufer wegen Sturzverletzungen behandelt werden. Vorne links im Bild: Sieger Nikki Johnstone. FOTO: Matzerath
Monheim. Nikki Johnstone war der schnellste Mann in Monheim, Anne-Katrin Reinl gewinnt bei den Frauen. Von Dirk Neubauer

Der wichtigste Mann beim 31. Gänseliesellauf war nicht an der Strecke. Sondern saß fernab in der Feuerwache und beobachtete das Wetter-Radar. "Bei einem Gewitter hätten wir rechtzeitig einen Anruf bekommen und die Veranstaltung sofort abgebrochen", sagte Organisator Thomas Heckrath, Leiter der Leichtathletikabteilung der SG Monheim. Doch Petrus ist Marathonläufer. Das Gewitter schickte er gen Bonn.

Beim Start des Hauptrennens über zehn Kilometer fielen einige Tropfen Regen - wurden aber von den Läuferinnen und Läufern mehr als Erfrischung wahrgenommen. Nikki Johnstone mit der Startnummer 7 gewann bei den Herren in einer Zeit von 33:17,9 Minuten (jeweils Netto-Zeiten), Anne-Katrin Reinl setzt sich bei den Damen an die Spitze in 42:14,2 Minuten.

Die beiden Besten von insgesamt rund 1600 Startern hatten eines gemeinsam: Sie lobten die besondere Stimmung entlang der Strecke durch die Monheimer Innenstadt. "Teilweise haben mich sogar die Läufer angefeuert, die ich überholt habe", sagte der Schotte Nikki Johnstone im Ziel. Er war mit seiner Laufzeit angesichts der hohen Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit zufrieden, sah aber Verbesserungspotential: "Vor zwei Jahren war ich schneller, habe damals dafür aber auch wesentlich mehr trainiert."

Anne-Katrin Reinl feierte in Monheim eine persönliche Premiere. Zum ersten Mal streifte sie das gelbe Trikot des Team Perpeet-Essen 99 über - und trug es gleich als Siegerin über die Ziellinie. Viel sieht man als Läuferin bei den derart zügig durcheilten zehn Kilometern nicht von der Stadt. Aber auch ihr fiel auf, wie stark die Publikumsbindung beim Gänseliesellauf ist: "Unterwegs konnte man die Kids entlang der Strecke abklatschen. Die haben einen angefeuert. Das war super."

Unter den 220 Läufern über die Zehn-Kilometer waren zahlreiche Firmenteams. Zum Beispiel rund 30 Starter des Hauptsponsors UCB - eines Biotechnologie und Pharmaunternehmens. Innovationsvorstand Iris Löw-Friedrich feuerte ihre Kollegen lautstark an: "Wir unterstützen diesen Lauf sehr gerne. Denn der Standort in Monheim ist uns wichtig."

Wie das bei Volksläufen so ist, hatte jeder Starter sein persönliches Ziel. Für Bürgermeister Daniel Zimmermann, der über die Distanz von Fünf-Kilometern antrat, war das Ziel ganz klar: "Eigentlich möchte ich die Strecke in einer Zeit unterhalb der 30 Minuten schaffen." Das hat bei den hohen Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit nicht ganz geklappt. "Zudem komme ich eigentlich gar nicht zum Training", sagte Zimmermann selbstkritisch. Er beendete seinen Lauf in 34:48,6 Minuten als 265. von 315 Läufern.

Den besten Überblick über die Gesamtdistanz der 31 Jahre Gänseliesellauf hat Streckenwart Klaus Becker (76), der mit den Streckenposten dafür sorgt, dass alle Teilnehmer heil ins Ziel kommen. "Heute war es aufgrund des Regens vor allem in den Kurven etwas glatt", sagte er hinterher. Nach Auskunft der Sanitäter musste eine Hand voll Läufer wegen Sturzverletzungen behandelt werden.

Ergebnisse 10-km-Lauf: Nikki Johnstone (Asics Frontrunner) 33:17,9; Anne-Katrin Reinl (Team-Perpeet-Essen´99) 42:14,2. 5-km-Lauf: Fabian Bock (Peter-Ustinov-Gesamtschule) 17:15,2; Jana Ziob (SFD '75 Düsseldorf) 2-km-Lauf Schüler: Richard Göx 7:05,4; Marlene Radke (Langenfeld) 08:08,3; 2-Kilometer-Lauf der jüngeren Schüler: Abdel Tasamani (Astrid-Lindgren-Schule) 08:16,9; Luise Reisinger (Hildener AT Triathlon) 08:14,1

Quelle: RP
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