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Lokalsport
Oberligisten trumpfen auf

Leverkusen. Sowohl für die Reserve der Bayer Giants als auch für TuS 82 Opladen und Fast Break verlief das vergangene Wochenende äußerst erfolgreich. Von Sebastian Laule

Nach 28 Minuten war das Spiel praktisch verloren. Mit 31:57 lagen die Giants gegen den Tabellendritten Herzogenrath zurück. Im Grunde ging es nur noch darum, das sich anbahnende Debakel in Grenzen zu halten. "Vor allem die erste Halbzeit war unfassbar schlecht, wir hatten 20 Ballverluste, das bedeutet faktisch jeder zweite Angriff", erläuterte Jacques Schneider den Zwischenstand, der unter normalen Umständen zur sechsten Saisonniederlage hätten führen müssen. Stattdessen sorgten die Protagonisten in den weißen Jerseys dafür, dass die Riesen zunächst eine filmreife Aufholjagd hinlegten. Passend dazu mit dem letzten Angriff des Spiels den Ausgleich erzielten und anschließend in der Verlängerung mit 83:78 (29:42; 74:74) noch den Sieg verbuchten.

"So ein Spiel mit derart vielen Höhen und Tiefen hatte ich bislang weder als Spieler noch als Trainer. Und das wird wohl auch nicht mehr so oft vorkommen", kommentierte der Bayer-Coach das Spektakel, dessen Ausgang er so erklärte: "Sören Queck hat heute das Spiel für uns gewonnen, er wollte trotz des klaren Rückstands einfach nicht aufgeben, das hat uns zurückgebracht. Hinzu kamen noch Daniel Merkens und die überragenden 28 Punkte und 17 Rebounds von Benny Nick."

Giants: Bayer (3), Merkens (13), Wetzstein (3), Queck (6), Dikmen (5), Heimerzheim (7), Legankovas (4), Pleuger (14), Nick (28), Sitah, Gnad, Finsinger.

Weniger spektakulär, dafür genauso erfolgreich lief es für TuS 82 Opladen. Nadine Homanns Team bezwang die Reserve von Südwest Köln mit 83:70 (39:35), vergab nach leichten Startschwierigkeiten nach hinten raus allerdings ein deutlicheres Resultat. Die Trainerin nahm es angesichts der holprigen Trainingswoche gelassen zur Kenntnis: "In den letzten Minuten hat uns gerade an der Linie etwas die Konzentration gefehlt, aber das ist kein Grund, sich unnötig zu beschweren. Es war - mal abgesehen vom ersten Viertel - insgesamt eine sehr ansprechende Teamleistung, vor allem in der Offensive hatten wir sehr viele gute Szenen."

TuS 82: Bach (2), Krause (3), Khawatmi (6), Lohmar (6), Neuendank (9), Bender (11), Anders (13), von Heereman (16),Bündgens (17), Schallenberg.

Auch der dritte Leverkusener Oberligist verbuchte zum Jahresstart ein Erfolgserlebnis. Fast Break kam in Königsdorf zu einem 72:62 (33:31) und hält damit Kontakt zur oberen Tabellenhälfte. Trainer Thomas Pimperl zeigte sich zufrieden, sieht naturgemäß aber auch noch reichlich Spielraum nach oben: "Mit etwas mehr Konsequenz wäre sicher auch ein höheres Ergebnis möglich gewesen. Vor allem unsere Freiwürfe waren sicher nicht gut, zudem haben wir uns zu oft an das langsame Tempo des Gegners angepasst, aber letztlich zählt nur, dass wir wieder ein Erfolgserlebnis hatten."

FBL: Stelberg (4), A. Fabian (12), Foth (12), Wittmann (3), Voll (10), D. Klein (10), L. Klein (10), Hartmann (11), Musiol, Schwarzenthal.

Quelle: RP
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