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Radsport
Pech in Frankreich: Riss von acht Millimetern bremst Jan Chudala

Radsport: Pech in Frankreich: Riss von acht Millimetern bremst Jan Chudala
Dauernd unterwegs: Vermutlich gibt es keine Strecke, die Jan Chudala als Extremsportler nicht gerne mit seinem Rad in Angriff nimmt. FOTO: Olaf Staschik (ARCHIV)
Langenfeld. Der Extremsportler schaffte das 1260 Kilometer lange Radrennen Paris-Brest-Paris körperlich völlig ohne Schwierigkeiten in 66 Stunden. Dafür kosteten ihn Reifenprobleme ein Menge Zeit. Von Fabian Schmitt

Trotz einiger technischer Komplikationen meisterte Jan Chudala die nächste Herkulesaufgabe, denn der Extremsportler aus Leidenschaft bewältigte das 1260 Kilometer lange und herausfordernde Rennen Paris-Brest-Paris in 66 Stunden. Dabei bewältigte Chudala etwa 12 000 Höhenmeter. "Ich hatte körperlich keine Probleme, weil ich gut vorbereitet war", sagte Chudala, der seit 18 Jahren für den Radsport-Club Langenfeld fährt (RSC).

Der Haken bei der Geschichte: Chudala büßte eine Menge Zeit ein, da ein acht Millimeter großer Riss in seinem Reifen insgesamt sechs Platten verursachte. Einmal musste er sogar drei Kilometer zu Fuß zum Servicepunkt laufen. Chudala: "Eigentlich hatte ich damit gerechnet, für das Rennen nur 56 Stunden zu brauchen." Was sich von selbst versteht: Ans Aufgeben dachte er trotzdem nie.

Um überhaupt am traditionsreichen Wettkampf teilnehmen zu können, musste der Extremsportler Qualifikationsfahrten von 200, 300, 400 und 600 Kilometern schaffen. Die Strecke von 600 Kilometern überwand Chudala in weniger als 24 Stunden - und er gehörte sogar zur Führungsgruppe. Als zusätzliche Vorbereitung auf Paris-Brest-Paris machte Chudala bei einem weiteren großen Rennen durch Belgien und Frankreich mit. Deshalb mangelt es dem 64 Jahre alten Rentner mit Sicherheit weder an Ausdauer noch an sportlichem Ehrgeiz.

Rund 6000 Sportler waren bei Paris-Brest-Paris am Start. Mit 522 Fahrern stellte Deutschland nach dem Gastgeber Frankreich die meisten Fahrer. "Ich bin mit dem Rennen in Frankreich zufrieden", meinte Chudala, "die Zeit ist trotz der Schwierigkeiten wunderbar. Leider wurde nicht bekannt, welchen Platz ich erreicht habe." Ob er in vier Jahren erneut beim enorm anspruchsvollen Rennen mitfährt, lässt Chudala erst einmal offen. Einfache Rechnung: Dann wäre er immerhin bereits 68 Jahre alt.

Nun wird sich Chudala erholen, da die körperlichen Strapazen der vergangenen Tage naturgemäß extrem hoch waren. Am 5. September wird der Rentner dann an einem 300 Kilometer langen Rennen entlang der Weser mitmachen: "Das ist mein letztes großes Rennen in diesem Jahr. Bis jetzt bin ich dabei immer vorne gewesen." Chudala hofft ganz bestimmt darauf, dass er dann von technischen Komplikationen verschont bleibt.

Quelle: RP
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