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Lokalsport
Pirates decken katastrophal und verlieren

Leichlingen. Beim 32:35 gegen Handball Lemgo II enttäuscht der Leichlinger TV mit einer schlechten Abwehr im ersten Durchgang nicht nur Trainer Franz Lorenzet, sondern auch seine Fans. Trotz der Aufholjagd in Halbzeit zwei gelingt der Ausgleich nicht. Von Moritz Löhr

Es mag seltsam klingen, aber für die Zuschauer des Handball-Drittligisten Leichlinger TV war die Partie gegen die HSG Handball Lemgo II in erster Linie anstrengend. Nicht etwa, weil das Publikum die Mannschaft mit vollem Körpereinsatz nach vorne peitschte, sondern weil Leichlingen (mal wieder) eine nervenaufreibende Partie zeigte - diesmal allerdings ohne Happy End für den Tabellendritten. Der LTV unterlag einem starken Gegner unterm Strich verdient 32:35 (16:21).

"Ich hatte gehofft, dass sich die Mannschaft nach den jüngsten Partien etwas stabilisiert hat. Die Niederlage ist jetzt natürlich sehr enttäuschend", sagte Coach Frank Lorenzet geknickt. Auch der Leichlinger Trainer dürfte in seiner Karriere schon einige entspanntere Begegnungen erlebt haben. Gründe dafür gab es genug: Die Gastgeber bekamen im ersten Abschnitt kaum Zugriff auf die Partie und liefen schnell einem deutlichen Rückstand hinterher. "Wir haben katastrophal gedeckt", meinte Lorenzet, dessen Lemgoer Pendant Christian Plesser ein besseres Urteil für die Leistung seiner Mannschaft fand. Er bescheinigte seinem Team eine "herausragende Deckung" und sah darin zugleich den Schlüssel für den Erfolg gegen den LTV. Der Fünf-Tore-Vorsprung aus Abschnitt eins habe sich ausgezahlt.

Lorenzets Team legte dank verschiedener Abwehrvarianten und einer verbesserten Torwartleistung von Ante Vukas im zweiten Abschnitt zwar zu, musste seine Fans schließlich aber enttäuschen. Das Spiel stand auf Messers Schneide, als Carsten Lange auf 24:26 (42.) oder David Hansen auf 27:28 (46.) verkürzten.

Zum Ausgleich kamen die Leichlinger aber nicht, weil sie in den entscheidenden Szenen entweder die falschen Entscheidungen trafen oder im Passspiel zu unpräzise agierten. "Es sollte einfach nicht sein", meinte Lorenzet, der sich beim Blick auf die anderen Ergebnisse doppelt ärgern dürfte. Der bisherige Tabellenführer VfL Fredenbeck verlor seine Partie bei der HSG Varel-Friesland (26:28). Im Falle eines Sieges hätte der LTV gleichziehen können.

Die aktuelle Verletzungsmisere seiner Mannschaft wollte Lorenzet für die Niederlage im Übrigen nicht verantwortlich machen. Neben Florian Görigk musste der Trainer auch auf Kevin-Christopher Brüren sowie David Kreckler verzichten und hatte daher in Lange nur einen Linkshänder im Team. Dieser stand die gesamte Partie auf Rechtsaußen auf dem Feld. In den Vordergrund spielte sich aber vor allem David Hansen. Der kräftige Spieler aus dem Leichlinger Mittelblock überzeugte im Angriff durch seine Rückraumqualitäten.

Das war einer der positiven Aspekte an einem sonst wenig erfreulichen Tag für den LTV .

Quelle: RP
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