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Lokalsport
Pott-Portugiese fühlt sich in Baumberg sehr wohl

Monheim. Ricardo Ribeiro wechselt aus Lünen zu den Sportfreunden. Er wird vor allem für seine Mentalität gerühmt. Von Martin Römer

Auch wenn das Ruhrgebiet und das Rheinland direkt aneinandergrenzen, so gibt es doch Unterschiede in der Lebensweise zwischen diesen beiden Kulturregionen. Hautnah erlebt das derzeit Ricardo Ribeiro, Neuzugang des Fußball-Oberligisten Sportfreunde Baumberg. "Das ist hier schon etwas anderes als im Pott, aber mir gefällt es super", sagt der 26-Jährige, der erst vor kurzem aus Lünen nach Düsseldorf zog.

Hauptgrund für den Tapetenwechsel war dabei Freundin Kathrin, die sich bereits vor zwei Jahren aufmachte in die Landeshauptstadt und dort als Erzieherin arbeitet. Auf der Suche nach einem neuen Verein stellte er sich bei den Sportfreunden vor und konnte die Verantwortlichen schnell von seinen Qualitäten überzeugen. "Er machte im Probetraining einen sehr ehrgeizigen Eindruck", erklärt Baumbergs Trainer Salah El Halimi.

Fußballerisch orientiert sich Ribeiro jedenfalls an der Malocher-Mentalität des Ruhrgebiets und wirft diese Qualität nun auch bei den Sportfreunden in die Waagschale. "Ich liebe den Fußball einfach und tue immer alles dafür, um zu gewinnen", sagt Ribeiro. Sein neuer Trainer bezeichnet den Neuzugang gar als "Mentalitätsmonster. Er gibt immer Vollgas, in jedem Spiel, in jedem Training, bei jeder Übung". In Kombination mit seiner Schnelligkeit, einer guten Technik und Qualitäten im Eins-gegen-Eins darf sich der Neue jetzt Hoffnungen machen, auf den Baumberger Außenpositionen trotz starker Konkurrenz seine Einsatzzeiten zu bekommen. "Seine Qualitäten kommen sicherlich auf den Außenpositionen am besten zur Geltung. Er kann über beide Außenbahnen kommen, sucht mit beiden Füßen den Abschluss und ist dadurch schwer auszurechnen", sagt El Halimi.

Ob es für Ribeiro allerdings gleich für einen Platz in der ersten Elf reicht, bleibt abzuwarten. Der gebürtige Bocholter hat jedenfalls eine klare Vorstellung: "In erster Linie möchte ich natürlich der Mannschaft weiterhelfen. Ich will mich hier fußballerisch weiterentwickeln, das ist schließlich mein erstes Jahr in der Oberliga. Ich traue mir das aber auf jeden Fall zu. Und langfristig gesehen ist ein Stammplatz das Ziel", erklärt Ribeiro.

Vor seinem Umzug war der Sohn portugiesischer Eltern beim Westfalenligisten Lüner SV gesetzt und erzielte dort in der abgelaufenen Saison starke zehn Treffer. Anfang des Jahres gewann Ribeiro mit dem LSV sogar die prestigeträchtigen Dortmunder Stadtmeisterschaften, 4500 Zuschauer waren im Finale in der Westfalenhalle vor Ort. Mit dem Wechsel in die Oberliga macht der 26-Jährige nun den nächsten Schritt und ist davon überzeugt, dass die Sportfreunde dort in der nächsten Saison eine gute Rolle spielen können. "Wir haben wirklich eine sehr gute Mannschaft mit richtig viel Qualität. Ich schätze uns im oberen Mittelfeld ein", sagt Ribeiro.

Bei seinem neuen Arbeitgeber, einem Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln in Langenfeld, arbeitet er indes mit Kosta Knezevic zusammen. Mit der Baumberger Stürmer-Legende hat sich Ribeiro auch schon über seinen neuen Verein ausgetauscht und bekam - keine Überraschung - nur das beste zu hören.

Quelle: RP
 
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