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Lokalsport
Reusrather Zweitvertretung droht auseinanderzubrechen

Langenfeld. Die Mannschaft hat in zwölf Spielen 65 Gegentore kassiert. Einige Spieler wandern ab. Wie lange geht das noch gut? Von Fabian Schmitt

Die Stimmung wird beim Fußball-Kreisligisten SC Reusrath II (SCR) immer düsterer. Nachdem die Mannschaft von Trainer Thomas Springfeld zwischenzeitlich recht ordentliche Vorstellungen gezeigt hatte, war die 1:7-Pleite beim BV Gräfrath eine herbe Enttäuschung. "Wir überlegen, wie es jetzt weitergeht. Wenn man sich wochenlang bemüht und die Ergebnisse trotzdem nicht stimmen, macht es keinen Spaß", sagt Springfeld. Nun besprachen immerhin die Spieler gemeinsam die aktuellen Probleme. Die weiteren Aussichten? Trübe.

Der SCR belegt mit vier Punkten den letzten Tabellenplatz. Darüber hinaus haben die Reusrather große Schwierigkeiten mit ihrer Defensive, weil sie in den ersten zwölf Saisonspielen schon 65 Gegentore kassierten. "Es droht, dass die Leistungen jetzt kippen. Die Laune innerhalb der Mannschaft wird schlechter. Ich bin keiner, der kneift. Und ich habe auch nichts zu verlieren. Aber so wie es gerade läuft, bringt es nichts", betont der erfahrene SCR-Coach.

Dass ihnen eine schwierige Spielzeit bevorstehen würde, war den Reusrathern durchaus bewusst. Schließlich können nur vier des 21 Spieler umfassenden Kaders Erfahrungen in der Kreisliga A aufweisen. Der Rest rückte aus der A-Jugend hoch - oder er spielte lediglich in der Kreisliga C. Zudem hatten mehrere Akteure längere Pausen eingelegt, so dass ihnen zum Beginn der Saison gänzlich die Spielpraxis fehlte.

Außerdem schrumpft der Kader immer weiter. So entschied sich unlängst der Torjäger Ricky Wanyonyi dazu, das Team zu verlassen und ab sofort für die Dritte Mannschaft in der Kreisliga C aufzulaufen. Außerdem meldete sich auch Adem Nadolski ab. Weil Merlin Clemens Meiß, Dustin Merkel und Robin Klein aufgrund ihres Studiums wegzogen, ist der Kader noch kleiner geworden. "In der Summe ist das ein herber Verlust", meint Springfeld, "das tut uns schon sehr weh."

Der Klassenerhalt ist ohnehin bereits in weite Ferne gerückt - und die Hoffnung der Reusrather auf eine schnelle Besserung hält sich in Grenzen. Springfeld: "Wir spielen eine Klasse zu hoch. In der Kreisliga B wären wir mit Sicherheit gut aufgehoben."

Am Sonntag (14.30 Uhr) tritt der SCR beim starken Dritten VfL Witzhelden (25 Zähler) an. Momentan hofft Springfeld, dass ihm überhaupt genügend Akteure für die Partie zur Verfügung stehen. Eine optimale sportliche Ausgangslage sieht anders aus.

Quelle: RP
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