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Lokalsport
SFB: Manager Yotla hört auf

Monheim. Der Sportliche Leiter des Landesligisten braucht mehr Zeit für die Familie. Von Martin Römer

Völlig überraschend gab Redouan Yotla, sportlicher Leiter beim Fußball-Landesligisten Sportfreunde Baumberg (SFB), seinen Rücktritt bekannt. Yotla begründete seinen Schritt damit, dass er in Zukunft den fußballerischen Werdegang seines Sohnes intensiv begleiten wolle, der in der kommenden Saison bei den Bambini von Fortuna Düsseldorf anfängt. "Ich lebe getrennt von seiner Mutter und das gibt mir jetzt die Chance, ihn regelmäßiger zu sehen und mehr von ihm zu haben", sagt der 31-Jährige. 2010 wechselte er von TuRu Düsseldorf nach Baumberg und war dort bis 2013 im Mittelfeld aktiv. Dann zwang ihn ein Bandscheibenvorfall zur Beendigung der aktiven Karriere - also schlüpfte Yotla in die Funktion des Teammanagers. Ein Begriff der seinem wahren Aktionsradius ganz gut gerecht wird, denn Yotla hatte beim SFB so ziemlich überall seine Finger im Spiel. "Seine Aufgaben gingen weit über die eines sportlichen Leiters hinaus. Er war immer sehr nah dran an der Mannschaft und war zuletzt auch so etwas wie meine rechte Hand. Wir haben sehr eng zusammengearbeitet", erklärt Baumbergs Trainer Salah El Halimi.

Den Rückzug Yotlas hält er für eine "starke Schwächung des gesamten Teams", dennoch kann El Halimi den Schritt nachvollziehen, schließlich legte auch der Coach vor einem Jahr eine Pause ein, um mehr Zeit für die Familie zu haben.

Insgeheim besteht in Baumberg die Hoffnung, dass der Rücktritt des sportlichen Leiters nur einer auf Zeit ist - wenn möglich auf kurze Zeit. "Er hat in den letzten Monaten wirklich viel um die Ohren gehabt, man muss seinen Schritt akzeptieren. Aber wir hoffen, dass er jetzt wieder Energie tankt und dann irgendwann wieder bei uns einsteigt", sagt Jürgen Schick, erster Vorsitzender bei den Sportfreunden. Und auch El Halimi wünscht sich eine Rückkehr von Yotla: "Ich denke, dass Ede am Ende ganz ohne Fußball nicht kann." Einen Nachfolger haben die Baumberger noch nicht auserkoren. Yotla verpasst Hoffnungen auf eine baldige Rückkehr seiner Person allerdings einen Dämpfer: "Es tut in diesem Moment weh, aber für mich steht der Rücktritt fest. Ich bin jemand, der etwas richtig macht oder gar nicht."

Quelle: RP
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