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Handball
SG Langenfeld empfängt heute das Schlusslicht

Langenfeld. Der Handball-Regionalligist setzt gegen den Weidener TV auf seine Heimstärke. Im Kader stehen sieben Neuzugänge. Von Moritz Löhr

Nach einer spielfreien Woche treten die Langenfelder Handballer wieder zu Hause an. Und schon allein das lässt für die Partie gegen den Weidener TV am Samstag (19 Uhr) hoffen - denn: In der Halle am Konrad-Adenauer-Gymnasium fühlt sich der Regionalligist besonders wohl. In drei Spielen landete die Mannschaft von Trainer Jurek Tomasik drei Siege. "Zu Hause sind wird nicht leicht zu knacken", bestätigt der Trainer, um gleich eine Forderung hinterher zu schicken: "Das soll möglichst lange so bleiben."

Der Sportliche Leiter Dennis Werkmeister ist ganz der Meinung des Trainers, sieht bei den Auftritten in Langenfeld aber an anderer Stelle noch Potenzial. "Sportlich gibt es nichts zu meckern, der Zuschauerzuspruch lässt aus unserer Sicht aber zu wünschen übrig", bemerkt Werkmeister. Knapp 300 Zuschauer strömen bei "normalen" Spielen in die Halle. Das sei "ordentlich", sagt Werkmeister, aber für die ligentechnisch beste Langenfelder Mannschaft wünscht sich der Ex-Trainer der SGL mehr. Lediglich beim Derby gegen Opladen zum Saisonauftakt war die Tribüne rappelvoll - und das auch, weil der Lokalrivale viele Fans mitbrachte.

Zahlreiche Gästefans seien aber die Ausnahme, sagt Werkmeister: "Meist finden sich kaum Leute auf der Gästetribüne." Das gelte auch für die bisherigen Auswärtsreisen der SGL. Auf der Suche nach Gründen für die fernbleibenden Fans in Langenfeld will sich der Sportchef nicht festlegen. "Es ist wohl ein Mix aus vielen Dingen", sagt er und meint fehlendes allgemeines Interesse, aber auch die eigene Werbung. "Wir unternehmen schon viel und haben einiges verändert. Am Ende sehe ich aber immer die gleichen Leute in der Halle." Das freue ihn natürlich, stimmt ihn aber nicht zufrieden.

Sportlich liefert der Tabellenzweite (8:2 Punkte) in dieser Saison zumindest ausreichend Gründe, seine Spiele live und aus nächster Nähe zu verfolgen. Die selbst ernannten "Wild Boys" überzeugten, kassierten lediglich beim 23:26 gegen die HSG Neuss/Düsseldorf II vor vier Wochen eine Niederlage. "Wir sind absolut im Soll", sagt Werkmeister. Trainer Tomasik nutzte die spielfreie Woche, um die Intensität im Training etwas herunterzuschrauben. Mit André Eich und Philipp Wolter (beide Schmerzen in der Schulter) erholten sich zwei zuletzt angeschlagene Spieler zudem von ihren Blessuren. "Die Pause kam uns daher gelegen", sagt Tomasik, der zugleich aber im Rhythmus bleiben wollte und daher ein vereinsinternes "Testspiel" gegen die eigene Reserve (Verbandsliga) arrangierte.

Auch Steffen Hambrock, der sich zu Saisonbeginn eine Knieverletzung zuzog, macht Fortschritte. "Ich hoffe, ihn in zwei bis drei Wochen wieder einsetzen zu können", sagt der SGL-Trainer. Nach Hambrocks Rückkehr würden ihm mit Mirko Stolley (Schulter) und Henrik Heider (Knie) "nur" noch zwei Langzeitverletzte fehlen.

Gegen den Tabellenletzten aus Würselen (bei Aachen) erwartet Tomasik jetzt "ein ganz schwieriges Spiel". Zwar verlor der Weidener TV seine vergangenen fünf Spiele allesamt, aber genau das mache ihn gefährlich. "Dennoch sind wir der Favorit", stellt der Trainer klar. Er hofft, dass sein Team, das immerhin sieben Neuzugänge im Kader hat, vor allem defensiv weiter an Stabilität zulegt.

Quelle: RP
 
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