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SGL löst Pokal-Aufgabe in Ratingen mit vielen Toren

Lokalsport: SGL löst Pokal-Aufgabe in Ratingen mit vielen Toren
André Eich musste sich mit Rückenbeschwerden auswechseln lassen. FOTO: Ralph Matzerath
Langenfeld. Der Handball-Viertligist gewinnt beim TV Ratingen mit 37:28. Trainer Tomasik ärgern die vielen Gegentore.

Bereits der Blick aufs nackte Ergebnis lässt auf einen eher unspektakulären Abend schließen. Die Handballer der SG Langenfeld (SGL), die als klarer Favorit im Niederrheinpokal beim TV Ratingen antraten, wurden ihrer Rolle nicht nur gerecht, sondern gewannen dank des 37:28 (20:15) sogar sehr deutlich - allerdings war das auch zu erwarten. Wichtiger als das Ergebnis, das stellte Trainer Jurek Tomasik vor dem Spiel klar, sei, wie man die Aufgabe beim Verbandsligisten löse. Vor allem die Defensive nahm der neue SGL-Trainer besonders unter die Lupe.

"28 Gegentore sind ein wenig zu viel. Es gibt also noch Luft nach oben", merkte er kritisch an, was aber nicht über seinen insgesamt zufriedenen Eindruck hinwegtäuschte. Schließlich war es ein sehr schnelles Spiel in Ratingen, wo die Zuschauer daher keineswegs auf Tore verzichten mussten. Trotzdem dürften die vergleichsweise vielen Gegentreffer gegen das zwei Klassen tiefer spielende Team auch beim gestrigen Training in der Nachbesprechung und dem lockeren Auslaufen noch einmal Thema gewesen sein. "Unterm Strich haben wir aber das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben uns schnell abgesetzt und über 60 Minuten keinen Bruch in unserem Spiel gehabt", betonte Tomasik.

Der zuletzt genannte Punkt war dem Trainer besonders wichtig. Er forderte eine konsequente und konzentrierte Leistung des Teams, das den Wunsch seines Trainers erhörte. Gut und gerne hätte die Offensive auch die magische 40-Tore-Marke durchbrechen können. "Dafür hätten wir unsere klaren Chancen aber besser ausnutzen müssen", resümierte der Trainer der Grün-Weißen.

Da Ratingen mehrfach ohne Keeper, also mit einem zusätzlichen Feldspieler, agierte und dabei Fehler machte, reihte sich sogar Alexander Riebau in die Torschützenliste ein, als er unmittelbar vor der Pause mit einem Wurf über das ganze Feld das 20:15 erzielte. Zu diesem Zeitpunkt waren die Langenfelder schon 20 Minuten ohne Spielmacher André Eich ausgekommen, der früh im Spiel nach einem Sturz auf den Rücken ausgewechselt werden musste.

"Eine Vorsichtsmaßnahme", bekräftigt Tomasik, der auf das Kämpferherz des Handballers vertraut. "Es ist eine Prellung, die wird ihn nicht davon abhalten, am Samstag wieder auf dem Feld zu stehen." Dann, am Samstag (20 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium), startet für die SGL das "echte Abenteuer" mit dem ersten Spiel in der Nordrheinliga - ausgerechnet gegen den Lokalrivalen TuS Opladen. Der Verein setzte für das Auftaktduell bereits 300 Karten ab, weshalb er den Zuschauern zu einer rechtzeitigen Anreise rät.

SG Langenfeld: Riebau (1) - Heider (6), Wolter (3), Adams (6), Preissegger (2), Eich (1), Boelken (7/5), Heyde, Mergner (3), Schirweit, Korbmacher (8).

(molo)
 
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